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Paradise Lost sind die Speerspitze, die Pioniere des Gothic Metals. Am 23. Mai spielt die Band aus England ihre düster-melodiösen Songs in der Solothurner Kulturfabrik Kofmehl.

jt.Ihren Idolen wie den Schweizer Trash Metal-Koryphäen Celtic Frost nacheifernd, gründeten Nick Holmes, Gregor Mackintosh und Matthew Archer 1987 die Band Lost Paradise. Der Name wurde durch das gleichnamige Gedicht von John Milton beeinflusst.
Während die jungen Musiker zu Beginn ihrer Karriere vorzüglich Death Metal spielten, entwickelten sie doch schnell ihren eigenen Stil aus verschiedenen Metal-Strömungen. Bereits das zweite Album Gothic gilt als wegweisend für das Genre, welches – dank dem Albumtitel – fortan als Gothic Metal bezeichnet werden würde.
Mit den weiteren Veröffentlichungen wandte sich Paradise Lost mehr und mehr vom Death Metal ab, der vorher immer noch deutlich spürbar war. In der zweiten Häfte der 1990er-Jahre wandelte sich die Band aus Halifax ein weiteres Mal. Die Songs wurden ruhiger, atmosphärischer – Paradise Lost spielte nun düsteren Rock anstatt Metal.
Dennoch lassen sich die Musiker nicht so einfach in genreübliche Schubladen stecken. Der Sound von Paradise Lost ist stets melancholisch, melodiös und fliessend, aber in seiner Erscheinung wandelbar. So fährt das am 20. April 2012 erschienene 13. Studioalbum Tragic Idol wieder mehr auf der Metalschiene.
Müde sind die gealterten Musiker noch nicht und wer der jüngeren Metal-Geschichte nicht abgeneigt ist, kann mit dem Paradise Lost-Konzert eigentlich nichts falsch machen.

Weitere Infos zur Veranstaltung:

kofmehl.net

Bild: zVg