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…und d’Zürcher z’Aarau uf de Bühne. Und zwar am Je t’aime & Rolling Rock Festival. Das kleine, aber mehr als feine Festival trotzte dank weiser Voraussicht dem Wetter, begeisterte die Besucher und war schlicht eine Gaudi.

«Was, Baby Jail gibt’s wieder?», dürften sich viele, welche die Band, die nicht nur für ihren Hit Tubel Trophy bekannt war, seit ihrer Trennung 1994 abgeschrieben hatten, gefragt haben. Die Antwort ist einfach: «Ja!» Zumindest für eine Reunion-Tour rauften sich die 4 Zürcher nochmals zusammen und traten am 31. August am Je t’aime & Rolling Rock Festival in Aarau neben den Zorros (mit Rev. Beat Man) und King Pepe sowie dem Denner Clan auf.

Noch nie von dem Festival gehört? Nun ja, es fand dieses Jahr auch erst zum zweiten Mal statt, doch es bot mit Baby Jail und The Bianca Story an jedem Abend einen Act, der alleine den Eintrittspreis fürs ganze Festival gerechtfertigt hat. Dass die DJs, welche zwischen den Konzerten auf den jeweiligen Stages noch voll Old-School mit Vinyl auflegten, sorgte zusätzlich für ein besonderes Flair.

Schlechtes Wetter ist kein Thema, wenn man die Möglichkeit hat, das ganze Festival kurzerhand unter Dach zu verlegen und so konnte auch der gefühlt viel zu früh einsetzende Herbst der Stimmung keinen Abbruch tun. Dabei trugen auch Andy’s leckere Hamburger und Baked Potatoes bei. Die Crepes sahen ebenfalls mehr als lecker aus, aber aus Platzmangel im Magen konnte unser Reporter sich hier kein klareres Bild verschaffen. Generell konnten aber nur glückliche Gesichter an den Futterstellen ausgemacht werden. Und das lag nicht nur an den fairen Preisen!

Das Festival ist klein und hätte wohl auch problemlos in einen Komplex 457 gepasst, aber irgendwie hat der Industrie-Charme einfach etwas so eigenes, dass man sich nach dem ersten Besuch schon aufs nächste Jahr freut. Nicht, weil irgendwelche Top-Acts versprochen werden, sondern weil man hier einfach eine gute Zeit haben kann. Das ist jetzt auf keinen Fall abwertend gemeint, denn Baby Jail haben für eine Stimmung im Saal gesorgt, die mir nicht oft zu Gesicht gekommen ist, schon gar nicht bei einer solchen Grösse. Das Quartett ist ein sicherer Garant für Party (ausser, man ist SVP-Sympathisant, dann steht man wohl eher etwas auf verlorenem Posten da…) und beweist eine Bühnenpräsenz, von der sich manche Band, die aktuell in den Charts kursiert, eine Scheibe abschneiden könnte.

Ich zumindest freue mich schon jetzt auf die nächste Ausgabe eines, nach meiner Meinung, sehr speziellen Festivals. Negative White wird natürlich über die weitere Entwicklung des Je t’aime & Rolling Rock Festivals berichten.