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Nightwish als Headliner, als Vorbands Arch Enemy und Amorphis. Diese Ankündigung klang vielversprechend und zog tausende Menschen in die Basler St. Jakobshalle. Ellenlange Schlangen für Klo oder Garderobe und bis auf den Merch, alles recht überteuert. Dennoch war die gute Laune von allen Seiten her zu spüren und gemeinsam fieberte man dem Konzertbeginn entgegen.

Nightwish (Foto: zvg)

Nightwish (Foto: zvg)

Amorphis

Als erstes streckten die finnischen Metaller ihre Köpfe durch den Vorhang und legten gleich mit ihrer Show los. Und wie sie loslegten! Ganz in Rot getaucht und mit viel Energie spielten die Metaller aus ihrem neu erschienen Album, brachten ab und an alte Lieder, liessen die Gelegenheit jedoch nicht aus, vor allem ihr neues Album zu zeigen und live macht das richtig Laune! Nach einer knappen halben Stunde und ohne Zugabe verliessen die Finnen die Bühne und machten Platz für die zweite Vorband.

Arch Enemy

Kraftvoll und mit gut gerüsteten Schultern stürmte die Frontsängerin von Arch Enemy die Bühne. Wieder rotes Licht, bei dem die blauen Haare der Sängerin leider etwas blass aussahen. Zudem zu schwach abgemischter Gesang, aber davon liess sich die Menschenmasse nicht beirren, es wurde fleissig mitgesungen und geklatscht. Ein paar Bühnenelemente, wie eine Fahne wurden auch eingebunden und es hatten alle offensichtlich Spass an diesem Abend.

Nightwish

Der eigentliche Hauptact war super, stach jedoch nicht wirklich als Hauptact hervor, da Amorphis und Arch Enemy schon zünftig vorgelegt hatten. Die Sängerin von Nightwish liess wie gewohnt Gänsehautfeeling aufkommen und die Setlist, die sie spielten war abwechslungsreich und hielt das Publikum bei Laune. Leider auch hier Kritik an den Ton- und den Lichttechniker, die es immer noch nicht fertig brachten, die Band richtig auszuleuchten oder die Stimme der Sängerin richtig zur Geltung zu bringen. Im Hintergrund lief zu den einzelnen Liedern ein Clip, welcher die Stimmung untermalen sollte, mich jedoch mehr abgelenkt hat, denn eigentlich gehe ich an ein Konzert um eine Band und nicht um die Leinwand hinter der Band zu sehen.

Fazit

Die Bands waren allesamt sehr gut drauf, haben Stimmung gemacht, sind aufs Publikum eingegangen und der Abend hat sich für alle Fans sicherlich gelohnt. Leider waren alle Bands etwas ungünstig abgemischt, was viel von dem Zauber genommen hat, der vor allem bei einem Nightwish Konzert zu erwarten wäre. Auch das Licht war etwas ungünstig, so hat man öfters den Hinterkopf des Partners gesehen als die Bühne selbst.

Jedoch haben alle drei Vollgas gegeben und somit waren alle drei Bands für mich Headliner des Abends und nicht nur Nightwish. Auch die Stimmung im Publikum war super, es wurde friedlich mitgemosht, mitgeheadbangt und bei ruhigeren Liedern sah man sogar ab und an ein Feuerzeug statt nur einem Handybildschirm. Ein gelungener Abend, der das Geld wert war!