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Die heutige Selektion bringt dir neue Klänge von Louise Lemón, Japanese Breakfast, The Weyers, Yeah But No, Kid Francescoli und Johny Dar.

Jeden Freitag präsentieren wir in den «Songs der Woche» neue Musik aus aller Welt. Unsere heutigen Empfehlungen sind:

Louise Lemón – Malex

Louise Lemón ist keine Unbekannte in den «Songs der Woche». Bereits im Frühjahr, zur Veröffentlichung ihrer Purge EP, war sie mit Egyptian Darkness in unserer wöchentlichen Selektion.

Letzten Freitag hat sie eine neue Mini-EP namens Malex rausgebracht. Der gleichnamige Titelsong ist wie Egyptian Darkness ein Stück, das auf grosse Gesten verzichtet. Aber dadurch erreicht die Schwedin maximalen Effekt. Laut Lemón erzählt Malex von Enthüllungen und Entscheidungen, und davon, nicht zurückzublicken.

Eindrücklich legt sich die Stimme der Skandinavierin über die schlichte Instrumentalisierung. Erst ein Piano in der Stille, bis sich das Arrangement steigert, und sich Malex in ein Mantra steigert. Louise Lemón repetiert inbrüstig: «We’ll never ever meet again.»

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Japanese Breakfast – The Body Is A Blade

«Ich mochte schon immer, wie alte Fotografien ausschauen», sagt Michelle Zauner, die Künstlerin hinter dem Namen Japanese Breakfast. Das erklärt den Bildstil, den sie für das Video zur neuen Single The Body Is A Blade gewählt hat.

Musikalisch ist der Song vom Album Soft Sounds From Another Planet genau so, wie es der Name des Albums schon ankündigt. Leicht psychedelisch-abgedrehter Klang, verschlafen und entspannt wie ein Sonntagmorgen im Bett.

Ebenso intim wie der Blick ins Schlafzimmer ist der Sound von Japanese Breakfast: Das Video wird illustriert durch alte Familienbilder; eine Hommage an die vor drei Jahren verstorbene Mutter von Zauner. The Body Is A Blade ist definitiv ein rundum persönliches Stück Musik.

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The Weyers – Bout Love

Hinter The Weyers steckt nicht etwa ein US-amerikanisches Kollektiv, wie man es aufgrund ihres Namens oder der Musik vermuten könnte. Es sind Adi und Luk Weyermann, die früher mit der Band Crank unterwegs waren. Seit dem Album Within von 2014 sind sie als The Weyers unterwegs.

Das Brüder-Duo hat kürzlich mit Out of Our Heads ein weiteres Album veröffentlicht. Heute wird die Single Bout Love ausgekoppelt. Es ist ein klassisches Blues-Rock-Stück, besprüht mit dem Staub der Prärie und angetrieben vom Groove der Landstrasse.

Wer in Bout Love krachende Riffs und schnelle Melodien erwartet, ist fehl am Platz. Trotzdem hat die Single eine unwiderstehliche Coolness. Denn was The Weyers präsentieren, ist mutig: So streut das Duo aus Zürich zwischen die analogen Gitarren und Drums immer wieder unscheinbare, künstlich erzeugte Elemente. Auch wenn sie nie im Rampenlicht stehen, tragen sie Unglaubliches zur Atmosphäre von Bout Love bei.

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Johny Dar – Be Free

Es ist ein Flug durch die Welt, wenn man sich Be Free von Johny Dar anhört. Dar ist nicht per se ein Musiker. Manchmal malt er, stellt als Galerist aus und arbeitet als Designer. Sein Projekt «Jeans For Refugees» wurde unterstützt von illustren Namen wie Elton John, Ozzy Osbourne oder Tom Waits.

Be Free treibt, ist leicht abgedreht. Johny Dar selbst nennt den Sound «Alien-Rap», aber mit dem Sprechgesang hat dieser Song nichts am Hut. Es ist komplett elektronisch erzeugter Sound, sphärisch und in leuchtenden Neon-Farben bemalt.

Allerdings ist Be Free auch kein klassischer Club-Track, denn der Song hat auch Elemente, die an urtümliche Rhythmen alter Kulturen erinnern. Das passt, den die Fusion von verschiedenen Stilrichtungen reflektiert die Botschaft: «It’s really about freedom from the lies that make us feel that we are separate from each other. I hope it inspires people to reconnect with a sense of unity and our ability to rise beyond fear to a greater experience of togetherness», sagt Johny Dar.

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Kid Francescoli – Bad Girls

Erinnerst du dich an The Magic Key von One-T + Cool-T? Die Hookline von Bad Girls, der neuen Single des französischen Electropop-Duos Kid Francescoli, klingt zum Verwechseln ähnlich. Aber im Gegensatz zu diesem One-Hit-Wonder von 2002, schlagen einem Kid Francescoli die Melodie nicht so penetrant um die Ohren.

Bad Girls ist auch deutlich langsamer, hat mehr Groove, mehr Pop denn Hip-Hop. Der Song stammt vom vierten Album Play Me Again, für den sich Mathieu Hocine und Julia Minkin zwei Jahre Zeit nahmen. Bad Girls ist aber nicht einfach bloss elektronischer Pop, sondern vereint verträumte Momente und souligen R&B in sich.

Das macht Bad Girls am Ende nicht nur sehr eingängig, sondern auch tanzbar. Ein Stück zum Mitwippen, entspannt und cool. Die Single kommt auch mit einem graphisch herausragenden Video daher. Das lohnt sich genauso wie der Song an sich.

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Yeah But No – Sand

Heute erscheint die Sand EP von Yeah But No. Das Duo, bestehend aus Douglas Greed und Fabian Kuss, macht Techno mit Anspruch. Der Track Sand ist alles andere als lebensfrohe Tanzmusik. Ein melancholischer Gesang legt sich losgelöst vom Rhythmus über den konstanten Beat.

Noch bevor Yeah But No ihr Debütalbum im November veröffentlichen, legen sie mit Sand etwas Packendes vor. Der Song ist düster und steigert sich in ein Konstrukt, das überwältigend wirkt. Auch wenn man normalerweise nichts mit Techno anfangen kann, sind Yeah But No einen Versuch wert. Hinter diesem Sound steckt mehr: eine Welt, die entdeckt werden will.

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Radioshow und Playlist 

Am Sonntag sind die Songs der Woche um 20 Uhr auf radio-meltdown.ch zu hören. Lass das Wochenende mit gutem Sound ausklingen!

Die Songs der Woche gibt’s auch als Playlist. Einfach abonnieren und jeden Freitag neue Künstler entdecken: