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Die Songs der Woche sind aus der Sommerpause zurück. Vier brandneue Tracks von Wargirl, Triggerfinger, Paper Spook und Wolves In The Throne Room haben wir für dich.

Jeden Freitag präsentieren wir in den «Songs der Woche» neue Musik aus aller Welt. Unsere heutigen Empfehlungen sind:

Wargirl – Little Girl

Von der amerikanischen West Coast kommen Wargirl. Ihre Debütsingle Little Girl klingt wie die Erinnerung aus einem Traum. Da mischen sich Pop, Afrobeat und Garage Rock, werden sogleich dick überzogen mit einer Watte aus samtweichen Jazz-Allüren.

Das Bemerkenswerte dabei ist, dass es sich um die allererste Veröffentlichung der kalifornischen Newcomer handelt. Die Sängerin und Songwriterin Marika Dahlin muss sich in keiner Hinsicht verstecken. Mal klingt Little Girl – eine Song über verrückte Mädchen, die dem Drama frönen – wie eine Disco-Hymne, dann verzieht Dahlin ihren Gesang zu einem punkig-rotzigen Gespucke.

Sollten Wargirl es auch künftig schaffen, diese Ambivalenz zwischen den Stilen zu zelebrieren, steht ihnen eigentlich nicht mehr viel im Weg.

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Triggerfinger – Colossus

Triggerfinger – wir kennen sie, wir lieben sie. Die seit 1998 bestehende Band aus dem belgischen Antwerpen hat sich einen Namen gemacht; nicht nur mit krachender Rockmusik, sondern auch mit ausgelassenen Shows. Ausserdem ist Sänger und Gitarrist Ruben Block sowas wie das musikalische Äquivalent zu George Clooney.

Doch Colossus fühlt sich irgendwie anders an. Der Titeltrack des heute erscheinenden Albums ist die Blaupause für einen veränderten Triggerfinger-Sound. Während die früheren Alben auf die unwiderstehliche Energie des Rocks setzten, fehlt bei Colossus die Gitarre komplett. Dafür spielen da zwei Bass-Gitarren. Das Resultat: Der Song ist vor allem reich an Groove. Das Stück treibt wie eine Sturmfront, verinnerlicht die Atemlosigkeit.

Ob das nun live auch zu überzeugen vermag, lässt sich spätestens am 18. Oktober im Züricher Mascotte beurteilen.

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Paper Spook – Andy Warhol

Nach zwei Minuten ist der Spuk vorbei. So lange dauert Andy Warhol des Elektro-Projektes Paper Spook. Aus den nimmermüden Strassen Berlins hieven Juju und David Nilles einen abgedrehten Sound. No Romantics heisst das im September erscheinende Debütalbum.

Keine Romantik findet sich auch in der Produktion von Andy Warhol. Lieblos scheint der Song zusammen geklebt worden: monotoner Lo-Fi-Punk und hohle Drum Machines treffen auf die eskalierende Stimme. Doch es ist wie mit den Aufklebern im Klo der abgefucktesten Bar: Ein faszinierendes Gesamtkunstwerk.

Paper Spook suchen die Romantik nicht im allgemein Akzeptierten. Die Grossstadt ist der Treibstoff, der sie durch ein Meer aus nackter, tätowierter Haut und nächtlichen Eskapaden schiesst. Paper Spook ist nichts, aber trotzdem alles.

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Wolves In The Throne Room – Angrboda

Thrice Woven heisst das kommende Album von Wolves In The Throne Room, und Angrboda ist ein flammender Auszug aus diesem neusten Werk. Thrice Woven ist bereits das sechste Studioalbum dieser Band, die in Olympia, Washington in einer Kommune haust.

Wer jedoch fröhliche Hippie-Musik erwartet, wird vom zornigen Sound des Metals weggefegt. Angrboda ist ein teuflisches Unding mit einer eskalierender Überlänge. Im ersten Moment charakterisiert sich der Black Metal, doch mit perfektionistischer Veranlagung muss man ihre Musik als «Blackgaze» bezeichnen. Die Mischung aus Elementen des Black Metals mit Shoegaze und Post-Rock.

Alleine diese Stilfusion machen Wolves In The Throne Room und Angrboda zu einem Abenteuer in einen düsteren Klangkosmos, der sich für Minuten scheinbar unverändert entfaltet, bis sich ein sphärischer Zwischenteil offenbart und in ein neues Thema überleitet. Epochal.

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Radioshow und Playlist 

Am Sonntag sind die Songs der Woche um 20 Uhr auf radio-meltdown.ch zu hören. Lass das Wochenende mit gutem Sound ausklingen!

Die Songs der Woche gibt’s auch als Playlist. Einfach abonnieren und jeden Freitag neue Künstler entdecken: