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Es gibt wieder neue Sounds auf die Ohren: Die Songs der Woche mit Lea Porcelain, Hot Water Music, Full Moon Fiasco, Cajsa Siik und ’68.

Jeden Freitag präsentieren wir in den «Songs der Woche» neue Musik aus aller Welt. Unsere heutigen Empfehlungen sind:

’68 – The Workers Are Few

Aus den USA macht sich das Duo mit dem knappen Namen ’68 auf, die Welt mit Gitarrengewitter im Sturm zu erobern. Für Freunde eskapistischer Klampfenkrach führt an ihnen kein Weg vorbei.

Heute erscheint ihr neues Album Two Parts Viper. In Europa noch unbekannt, will das Duo nun auch die alte Welt einnehmen: Als ersten Eindruck, die Vorspeise sozusagen, schicken ’68 ihre Single The Workers Are Few ins Rennen. Josh Scogin sagt zum Song: «Es war einer der letzten Tracks, die ich fürs Album schrieb. Obwohl der Text sehr negativ ist, freue ich mich immer wieder darüber, weil er einfach komplett anders ist, als alles was ich je zuvor geschrieben habe. Und das ist immer ein gutes Gefühl.»

Tatsächlich vermischt sich in The Workers Are Few ein schwerer, staubiger Blues und Stoner Rock mit einer etwas deprimierenden Grunge-Atmosphäre. Keine leichte Kost auf jeden Fall.

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Full Moon Fiasco – Diamond Dancer

Full Moon Fiasco kommt dabei raus, wenn man Musiker aus Neuseeland, Südafrika und Kroatien vereint. Eigentlich ist mit dieser Prämisse schon klar, dass die Band aus Berlin stammen muss. Und die Single Diamond Dancer ist natürlich ein musikalisches Halluzinogen.

Das Quartett psychedelisiert in Diamond Dancer zwischen Hippie-Vergangenheit und digitalem Neonlicht. Hin und wieder erinnert der Song auch an die frühen Britpop-Jahre, an die Stone Roses etwa. Dabei war Full Moon Fiasco erst gar keine echte Band. Der Neuseeländer und Sänger Will Rattray hat Full Moon Fiasco als Teil einer Fantasiewelt, in der seine Songs stattfanden und von dieser Band gespielt wurden, erfunden: «Ich fand es einfacher, Musik für eine Fantasie-Band zu komponieren, die es gar nicht gab, anstatt alles nur für mich zu machen.»

Rattney scheint ein Fantasy-Freak zu sein. Seinen Umzug nach Berlin und die Aufnahmen zum Album Summer Eyes finanzierte er mit einer Rolle in der Hobbit-Trilogie: Er spielte einen Elben. Full Moon Fiasco hingegen klingt eher so, als hätten die Lichtgestalten etwas zu viel Auenland-Kraut in die Pfeifen gestopft. Schlimm? Nein, im Gegenteil.

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Lea Porcelain – A Year From Here

Am 16. Juni veröffentlichen Lea Porcelain ihr Debüt Hymns To The Night, an dem sie ganze zwei Jahre gearbeitet haben. Mit A Year From Here präsentieren sie einen weiteren Song des Albums und beweisen gleichzeitig, dass sie eben keinen Post Punk machen.

«Wie beeinflusst der Faktor Zeit unser aller Leben und wie gehen wir damit um?» Das ist die Frage, die das Video zu A Year From Here antreibt. Der Song an sich ist eine mutige Kapriole: Er beginnt mit einer unschuldigen Ukulele. Doch immer mehr versinkt sie im tiefen Abgrund der Elektronik. Die Dunkelheit wird übergross, verschlingt die kleine Melodie.

«Es ist wohl eine der größten Herausforderungen der Menschen mit dem Altern und dem Dahinschwinden umzugehen. Weil wir Menschen nunmal sterblich sind und die Tage, an denen alleine, traurig und unmotiviert sind, eine Sache mit der wir alle im Leben immer wieder zu kämpfen haben», erklärt die Band weiter. Lea Porcelain sind währenddessen weiter auf der Suche nach zeitloser Musik, wie sie gegenüber Negative White erklärt haben.

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Hot Water Music – Never Going Back

Hot Water Music sind legendären für ihren etwas härteren, aber umso melodischeren Punk Rock. Nach fast 25-jähriger Geschichte kündigte die Band aus Gainesville, Florida mit Light It Up ein neues Album an. Die Ankündigung wird begleitet durch Never Going Back.

«Das Aufregendste für uns am neuen Album war, es selbst aufzunehmen und die volle Kontrolle über alles zu haben – vom Anfang bis zum Ende», lässt die Band vernehmen. Die charismatische, leicht rauchige Stimme von Sänger Chuck Ragan trägt auch Never Going Back durch den vorwärts treibenden Groove. Rock’n’Roll-Feeling wird kombiniert mit einem flüchtigen Anflug des Hymnischen – so wie man es sich eben von Hot Water Music gewöhnt ist.

«If you rest you rust», heisst es in der Single. So fühlt sich auch die Stimmung in Never Going Back an: Es riecht nach Aufbruch, Zukunft und Hoffnung.

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Cajsa Siik – White Noise

Die schwedische Electropopperin Casja Siik war bereits vor drei Wochen mit Empire Mine zu Gast in den Songs der Woche. Die neue Single heisst White Noise und klingt verwandt, aber dennoch ganz frisch.

Während Empire Mine auf einer sanften, poppigen Melodie aufbaut, flirtet White Noise mit dem fetten, pumpenden Bass mehr dem Electro. Was die beiden Songs verbindet, ist die glasklare Stimme von Cajsa Siik. Die Kombination kühler Elektronik und farbenfrohen Melodien sorgen für Kontrast. Doch die Zurückhaltung, mit der Siik ihre Songs arrangiert, schafft Raum für träumerische Emotionen.

Trotz Bass sorgt White Noise kaum für einen Tanzdrang, viel eher dagegen eine Wunsch, sich in den eigenen Gedanken schwelgend zu verlieren.

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