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Volles Programm bei den Songs der Woche mit Goldie, Trentemøller, Maxïmo Park, Dream Wife und vielen mehr.

 

Spotify-Playlist und Radio-Show

Der Drum’n’Bass-Pionier Goldie ist zurück: I Adore You heisst die neue Single. Sie ist ein Vorbote des neuen Albums The Journey Man, das am 16. Juni erscheint. I Adore You ist ein Song mit zwei Persönlichkeiten. Es entsteht eine mystische Diskrepanz zwischen der treibenden elektronischen Klangkulisse und der schwebenden, souligen Frauenstimme.

Auch der der Produzent Trentemøller wartet mit einem neuen Video auf. Sinus verzichtet auf Lyrics und setzt alles auf eine unheimliche Atmosphäre. Der düstere Sound bekommt mit dem beklemmenden Video einen regelrecht abgründigen Charakter.

Can’t Keep Quiet ist vermutlich die grösste musikalische Kooperation in Jahren. Nemo, Lil Lou, Greis, Nick Porsche, Veronica Fusaro, Thaïs Diarra und Murat solidarisieren sich mit der Frauenbewegung. Dabei stellen sie sich gegen Sexismus, Frauenhass, Rassismus und Homophobie.

Auch das isländisch-britische Trio Dream Wife veröffentlichte einen Song zum Tag der Frau. Somebody fügt sich perfekt in den bisherigen Eindruck der Band ein: Lo-Fi-Groove und eine leicht punkige Attitüde. Somebody sei eine Ballade für die Frauen, sagen Dream Wife und singen: «I am not my body, I am somebody».

Maxïmo Park haben eben das coolste Lyric-Video veröffentlicht. Die Zeilen von What Did We Do To Deserve This? werden in eine Schreibmaschine getippt. Es bleibt aber das einzige Retro-Moment, denn ihre Musik bleibt sich treu: Eine Fusion aus souligem Groove, dringlichem Pop und sanften Rock-Einschüben.

Auf Spotify drehen sie gerade heiss: KEV aus Schweden orientieren sich an M83, kombinieren tanzbaren Electro mit Indie-Pop und Gitarren-Klängen. Das Resultat ist ein Club-Sound, der direkt ins Ohr geht. Und ja, ein gewisses Pathos lässt sich beim hymnischen Moments kaum verleugnen.

Not The Only One Here ist ein Song voller unterschwelliger Wut. Sparkling aus Köln wissen, dass Wildheit keine aufbrausende Arrangements braucht. Sie reduzieren, um auf den Punkt zu kommen. Das Simple ihrer Musik, die Überzeugung, mit der sie spielen, lassen einen so schnell nicht mehr los.

Myles Sanko ist die neuste Soul-Sensation. Der Mann wird in England gefeiert, ging mit dem grossen Gregory Porter auf Tour. This Ain’t Living ist ein wunderbar gefühlvoller Track. Sanft, einlullend und kraftvoll. Sanko weist uns darauf hin, dass man sich definitiv mehr Soul anhören sollte.

Golf legen nach dem bejubelten Debüt Playa Holz und veröffentlichen die Single Dein Grün. Die vier Musiker aus Köln machen dem Disco-Sound schöne Augen, zwinkern dabei dem Pop neckisch zu. Was mit einem coolen Groove beginnt, steigert sich immer mehr in eine wilde Ekstase.

Bezaubernd unaufgeregt klingt Different Now des Quartetts Chastity Belt. Eine Hommage an die Sanftheit und Verträumtheit des Indie-Rocks. Gleichzeitig verneigen sie sich vor den Wurzeln des Post Punks, denn tief in Different Now schwingt doch ein Quäntchen Melancholie mit.

Die Schweizer Band Tay/Son spielt grundsätzliche schwer stampfenden Rock. Bleiern schleppen sich die Riffs, melodisch und mit Bedacht wird da gesungen. Die wahre Überraschung in Better Than Truth, nein, das Grossartige ist der Rap, der plötzlich einsetzt.