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Die Songs der Woche heute mit Palmer, Manolo Panic, Lor, Gurr, Nosoyo, Pigeon John und Laura Carbone.

 

Spotify-Playlist und Radio-Show

Palmer sind laut und schwer. Die Schweizer Post-Metal-Band bietet mit Misery alles andere als leichte Kost. Eine überwältigende Wand aus heftigen Gitarren, die in sich einstürzt und einen Moment der ruhigen Ästhetik offenbart. Doch nur wenig später krachen Palmer wieder, lassen Elemente von Ambient, Psychedelic und sogar Jazz in ihr Gewitter einfliessen.

Mit Mary Ann melden sich Manolo Panic aus dem Zürcher Oberland zurück. Eine rasante Poprock-Nummer, deren Refrain schnell in Erinnerung bleibt. Im Video lassen sie alles in die Luft gehen, verschiessen blutrotes Pulver. Wenn sie zum Ende ins Instrumental kippen, wird aus einem guten Song eine Grossartigkeit.

Die Polin Lor sagt über ihren neuen Song Keaton: «Jede Zeile des Songs wurde an einem anderen Tag geschrieben, inspiriert von einem anderen Gefühl. Der Song handelt davon sich zwischen Erinnerungen und der Realität zu verlaufen, von der Einsamkeit und dem Versuch dieser zu entkommen und dabei auf Menschen zu treffen, die dasselbe verspüren.» Ein wunderbares Stück Musik.

Es ist nicht ganz klar, welchen Stil Pigeon John nun zelebriert. Ist es Hip-Hop oder doch mehr? Klar ist, dass sich der Musiker aus Los Angeles nicht mit Schubladen zufrieden gibt. Deshalb vereint er den Hip-Hop mit Rock’n’Roll-Feeling à la Chuck Berry. Mit That’s What I Like wirft er einen heissen Kandidaten für einen Sommerhit ins Rennen.

Gurr sind das Hype-Duo aus Berlin. Mit ihrem Lo-Fi-Rock, inspiriert von Garage über Surf bis Post Punk, erobern sie die Herzen im Sturm. #1985 kommt mit einem ironischen Video der Generation Snapchat daher, aber die Musik klingt herrlich nach Vintage. Cooler Shit!

Aus Berlin und Amsterdam schwappt eine Art speziellen Pop zu uns. Nosoyo zeigen in Resonate, dass sich Pop keinesfalls mit einer kindlichen Verspieltheit beisst. Abgeklärtheit bringt Langeweile, das scheint das Duo genau zu wissen. Die Spielfreude drückt sich denn auch im Video aus.

Laura Carbone verarbeitet in Lullaby persönliche Tragödien, Leben und Tod, beeinflusst durch eine Nahtoderfahrung in der Familie und ihren kürzlichen Umzug nach Berlin. Die melancholische, düstere Stimme kriecht direkt unter die Haut. Carbone sollte man im Auge behalten.