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Protest mit Bonaparte, Disco-Feeling mit Mikhael Paskalev, Dunkeltanz mit Adam Carpet, Popträume von Brandy Butler, Skurriles von Feel Freeze und virtuelle Realität von Black Chai Stevia.

 

Die Songs der Woche im Radio und auf Spotify

Bonaparte melden sich mit White Noize zurück. Und was ist es nur für ein grossartiges Fanal geworden gegen den Zustand von Politik und Gesellschaft geworden. Bonaparte-Mastermind Tobias Jundt klagt an («It’s quite a bloody mess in here and no one feels responsible») und erzählt von «cocaine cowboys and the wall street vampires». Genial.

Vor gut vier Jahren sorgte der Norweger Mikhael Paskalev mit der Single I Spy für Furore. Nun meldet sich Paskalev zurück und huldigt in Witness glitzerndem Disco-Pop. Ein Song, der eine einzige Steigerung darstellt. Musikalische Ekstase sozusagen, verpackt in einen sieben-minütigen Kurzfilm.

Der aus Mailand stammende Musiker Adam Carpet hat mit Still Still ein faszinierend dunkles Stück elektronische Musik geschaffen. Treibend, schimmernd und voller Referenzen an den Post Punk. Durchaus ein Song, der auf Untergrund-Tanzflächen Anklang finden mag.

Sie macht schon seit 20 Jahren Musik: Brandy Butler startet nächstes Jahr mit ihrer Band The Brokenhearted durch. Spell bereitet uns heute schon auf das Kommende vor: Ein Kontrukt mit Pop als Fundament, jazzigen Trägern und einem warmen, souligen Interieur.

Das dänische Synthpop-Duo Feel Freeze sind mutig genug und kombinieren die psychedelischen Drogenklänge eines Jupiter 4-Sythesizers mit einer Akustik-Gitarre und surrenden Bässen. Das Ergebnis ist klar: ein skurriler Sound, leicht abgedreht.

Black Chai Stevia heisst das neue Trio der Stunde. Das «Rolling Stone» bezeichnet sie als die «deutschen Drake». Speedboat ist eine Virtual-Reality-Hymne mit brachialem Beat und einer epochalen Ästhetik.