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Randvoll gefüllt sind die «Songs der Woche» mit Roxanne de Bastion, Ursina, Talisco, Emptyset, DevilDriver, Martyrdöd, Menace Beach, The Vacant Lots, Flora Cash und Grossstadtgeflüster.

 

Die Songs der Woche im Radio und auf Spotify

Die englische Singer/Songwriterin Roxanne de Bastion hat mit Run eine erste Single des kommenden Albums Heirlooms & Hearsay veröffentlicht. Was für ein Gänsehaut-Song es geworden. Die glasklare Stimme wird sanft getragen durch Piano und melancholische Streicher. Run ist eine Ode an alle, die gezwungen sind zu flüchten. Berührend, eindringlich und kraftvoll.

Im Januar erscheint das Debüt-Album You Have My Heart der Schweizer Musikerin Ursina. Mit Behind Us schenkt uns die Sängerin einen ersten Eindruck. Ganz ohne Pathos besticht der Song durch Ursinas schöne Stimme. Wenn dann die Bläser einsetzen, kommt trotzdem eine milde Überwältigung über einen.

Lupenreiner Electro-Pop mit folkigem Einschlag ist das Erfolgsrezept des Franzosen Talisco. Nach einem gefeierten Debüt meldet er sich mit Stay (Before The Pictures Fades). Die Gute-Laune-Melodie, der mitreissende Rhythmus zerreissen das grau-kalte Herbstwetter und bringen etwas Sonnenschein auf die Welt.

Emptyset reizen die Grenzen dessen aus, was wir als Musik bezeichnen. Moderne Klangkunst ist Speak, mehr eine Aneinanderreihung von Tönen und Fragmenten, deren Struktur man erst suchen muss. Industrial in der denkbar extremsten Form. Da muss man sich schon reinknien, wenn man das hören will.

Die Basler Band Scratches meldet sich mit Beautiful zurück. Die raue, hypnotische Frauenstimme, begleitet durch einen schleppenden, Western-haften Klangteppich, kreiert die Szene einer verrauchten Bar samt verlorener Seelen am Tresen. Grosses Kino!

Die kalifornische Groove-Metal-Truppe DevilDriver haben am «Ozzfest» ein Video zu Trust No One aufgenommen. Schnell, laut, brachial – die Zutaten für den aggressiven Sound sind da. Und so wirbeln DevilDriver los, atemlos und den Bleifuss auf dem Gaspedal.

Martyrdöd kommen aus Schweden und krachen mit Harmagedon zwischen Death Metal und einer Melodie, die eher an Folk Metal erinnert. Die Soundwand scheint unzerstörbar und übermächtig wie Thors Hammer. Wer diesem Metal-Genre nicht abgeneigt ist, tut gut daran, Martyrdöd auf dem Schirm zu haben.

Aus dem englischen Leeds dringt das Duo Menace Beach an unsere Ohren. Mit Maybe We’ll Drown versinken wir in fuzzigem Garage-Rock. Aufmüpfig, mit einem guten Schuss Lo-Fi ist dieser Song die perfekte Kombination aus Anarcho-Attitüde und britischer Coolness.

Anton Newcombe, Frontmann von The Brian Jonestown Massacre, hat in seinem Berliner Studio das New Yorker Duo The Vacant Lots aufgenommen. Verschwinden heisst der erste Eindruck der EP Berlin und ist es hypnotisches Sammelsurium monotoner Melodie, minimaler Tonverschiebungen und sonoren, im Hintergrund wirkender Stimmen. Definitiv was für Fans von Psychedelic Rock.

Flora Cash hat es mit der Single Sadness Is Taking Over auf renommierte Musikportale geschafft. Ein Grund mehr also, in die Klangwelt des Duos aus Stockholm abzutauchen. Ein volles, ausuferndes Arrangement, das sich beim besten Willen nicht schubladisieren lässt, steigert die Faszination für Flora Cash. Ist das Pop oder doch Synth-Pop? Aber da ist doch noch der Folk-Einschlag? Entscheidet selber:

Mit einer gewaltigen Neo-Klassik-Wand begrüssen uns Grossstadtgeflüster in ihrem schmutzig-urbanen Universum. Ich boykottiere dich ist mit Abstand die beste Single vom Album und hängt Fickt-Euch-Allee und Ich rollator mit meim Besten um Längen ab. Die Epik im Sound, den Rotz im Rap. Ich boykottiere dich ist schlicht überragend.