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Diese Woche gab es wieder frische Musik zu entdecken. Hier eine Übersicht für dich mit Mo Kenney, Nadeah, Tempers, Ay Wing, True, Herod und Archie & The Bunkers.

Mo Kenney wird gerne als kanadische Antwort auf Lorde, Foxes oder Lana Del Rey bezeichnet. Das mag stimmen, nur ist Mo Kenney so viel besser als die Konkurrenz. Unaufgeregte und gemütliche Feel-Good-Music. Die Kanadierin ist am 7. und 8. November als Support für Friska Viljor in der «Kaserne Basel» und dem Zürcher «Stall 6» zu sehen.

Aus dem Video zu Met A Man von Nadeah werde ich erst nicht so richtig schlau. Brüste verkaufen sich gut, dann plötzlich taucht da ein Schwangerschaftsbauch auf. Und in der Video-Beschreibung steht «You are so much more than a sexy little selfie. Fuck Pretty!». Der Clip ist also ein Statement gegen aufgesetzte Schönheit. So oder so: Nadeah sieht weder schlecht aus, noch macht sie miese Musik. Groovig und soulig zugleich.

Dunkel angehaucht ist die Single Undoing des New Yorker Duos Tempers. Das vielschichte Arrangement schafft eine dichte, neblige Atmosphäre. So kann Dark Wave im 21. Jahrhundert klingen.

Auch bei Ay Wing handelt es sich um ein Zweiergespann, allerdings kommen die beiden Musiker aus London und Zug. Kennengelernt haben sich Alex und Ralph im «Elephant & Hippo Pub» in Kennigton. Eine Bilderbuch-Geschichte der Musik sozusagen. Die Single Forgot To Live verzichtet auf Effekthascherei, ist einfacher Indie-Pop mit einer träumerischen Note.

Das Schweizer Duo True gehört zu den Export-Schlagern der hiesigen Electro-Pop-Szene. Die altehrwürdige «BBC» feierte die Band. Back in a Second ist ein Song direkt aus den nächtlichen Strassen. Wabernd, flirrend, betörend wie ein Drogenrausch. Auf jeden Fall ziemlich abgefahrener Sound.

Die Schweizer Band Herod macht «heavy music» irgendwo zwischen Core und Doom. Sperrig und gewaltig donnern sie durch die beeindruckende Landschaft im Video zu Northern Lights. Die Band tourt durch ganz Europa mit klingenden Namen wie Carcass oder Napalm Death.

Da hat uns Marty McFly aber direkt in die 60er befördert. Archie & The Bunkers versprühen den Charme des originalen Garage-Sounds. Lo-Fi-Sound mit viel Orgel-Mood. Schräg, dafür unbestechlich cool!

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