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Volles Programm diese Woche mit Lydmor & Bon Homme, I Tpame I Tvrame, Reptilians From Andromeda, Viruuunga, Bam Spacey und Gurr.

Die Songs der Woche im Radio und auf Spotify

Lydmor & Bon Homme machen normalerweise nebligen Synthpop, mit dem man sich problemlos die Nacht um die Ohren schlagen kann. Dream of Fire und Missed Out On Disco sind nur zwei exzellente Beispiele. Zum letzteren Song hat das Duo nun eine Akustik-Version veröffentlicht – und die funktioniert faszinierend gut. Es ist der Soundtrack für den verschlafenen Sonntag nach der Party.

Noch ominöser als unformatiere E-Mails sind kontextlose Facebook-Nachrichten, die kaum mehr als ein Video-Link beinhalten. So geschehen mit I Tpame I Tvrame. Eine kurze Recherche hat ergeben, dass die Band aus Tirana in Albanien kommt. Ihr Song Together ist ein düsteres, kühles Minimal-Wave-Gebilde. Auf ein überschwängliches Arrangement wird verzichtet, das Monotone zelebriert.

Als No-Wave bezeichnen Reptilians From Andromeda ihren Sound, ein Genre, das nur wenige Jahre wirklich Bestand hatte. Die Band aus Istanbul kracht in Get The Power mit verzerrten Gitarren. Interferenzen scheinen den Song weitgehend zu zerdrücken. So klingt der türkische Untergrund.

Viruuunga ist ein Schweizer Psych-Duo. Zu Catastrophe haben die beiden Musiker einen schrägen Video-Clip veröffentlicht. Der Song erinnert dabei weniger an die psychedelischen Elemente der 70er-Jahre, dafür sind Einflüsse aus dem Post Punk und Wave spürbar. Ein dunkles, beklemmedes Stück.

«Episch» ist ein Wort, dessen Bedeutung durch den inflationären Gebrauch schon zu sehr verwässert wurde. Doch was heute vom Schweden Bam Spacey kommt, hat dieses Attribut wahrlich verdient. Zumindest was die Länge angeht: Eden heisst die eben veröffentlichte Single und ist ein verträumtes Pop-Epos – satte 9 Minuten lang. Eine schwerelose Reise durch glitzernde Klangwelten.

Walnuss gefällig? Gurr melden sich zurück mit der Single Walnuts. Das Berliner Duo sorgte bereits früher für Aufsehen mit ihrem lockeren, amerikanischen Lo-Fi. Unbeschwertheit schwingt zwischen den Lines und Zuversicht pumpt mit jedem Riff durch die Blutbahnen.