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Musik fürs Wochenende mit den Allah-Las, Kili Wonder, Die Boys, Dream Wife und The Rifles.

Verträumt schwelgen die Allah-Las in lieblichen Hippie-Erinnerungen. Famous Phone Figure erinnert insbesondere mit den Streicher-Elementen an den Symphonic Pop von The Moody Blues, gerade das Intro hat was von Nights In White SatinEs ist ein gemächlicher Sound, den die Allah-Las vorführen. Das neue Album erscheint am 9. September.

Kili Wonder ist drauf und dran, ein neuer Stern am Deutschrap-Himmel zu werden. Nimmerland ist kein Macho-Getue, sondern ein durchaus interessantes Klangkonstrukt. Sperrig, nachdenklich und dann wieder getrieben. Kili Wonder gibt Gas und tritt gekonnt auf die Bremse.

Hip-Hop ist prinzipiell nicht so mein Ding. Aber was Die Boys aus Hamburg mit Diggi Tanz vollführen, finde ich – mit einer gesalzenen Prise Selbstironie – doch ziemlich amüsant. Der Clip ist derart überdreht und klischiert, dass es schon wieder gut ist. Dazu unterlegen Die Boys einen glitzernden Nachtclub-Beat, und schon ist die Feier-Hymne bereit. Dennoch: die Reizüberflutung ist so gross, dass Diggi Tanz trotzdem nicht in der Endlosschleife läuft.

Herzlich willkommen bei Lucky Number Music, hiess es für Dream Wife. Das Label, das bereits mit Hinds ein geschicktes Händchen bewies, hat mit dem Frauen-Trio aus England und Island Nachwuchs bekommen. Freakige Gitarren, Zuckerguss-Gesang und ein Straight-forward-Rhythmus geben Kids das sommerliche Feeling, das uns das Wetter heute verwehrt.

Die Indie-Rock-Truppe The Rifles ist zurück und gibt uns mit Numero Uno einen ersten Eindruck vom kommenden Doppelalbum Big Life. Eine typische Indie-Hymne mit klaren Referenzen zu Franz Ferdinand, einem packenden Gitarren-Solo und der coolsten ersten Zeile seit langem: «Baby of the 90’s dressed up head to toe in brilliant white.»