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Das Wochenende kommt und mit ihm neue Songs von Kytes, Yak, Deap Vally, Messer, Hundreds und Nobody Knows.

Der neuste Indie-Pop-Wurf kommt aus München: Die Band Kytes thematisiert in I Got Something das menschliche Dasein. Das Leben als Glückspiel, als Russisch Roulette. Denn es liegt nicht in unserer Hand, wo wir geboren werden und aufwachsen. Deswegen ist der Song aber keine Anklage von links, sondern eine optimistische, vorwärtsstrebende Hymne.

Es kracht, zischt und donnert, wenn Yak aufdrehen. Vom «Rolling Stone» bis zum «NME» ist man von Yaks glutheissem Garage Rock mehr als nur begeistert. Schweisstreibend, punkig und laut – da macht auch die Single Use Somebody keine Ausnahme.

Und rockig geht es mit Deap Vally weiter. Das Duo aus der Stadt der Engel kanalisiert in Smile More ihre Wut auf altbackende Geschlechterrollen: «Everybody is trying to tell me what to do. It makes me wanna break some shit and sniff some glue». Eine überzeugende Blues Rock-Nummer und eine dringliche Botschaft. Was will man mehr?

Das Hamburger Electronic-Duo Hundreds lässt uns mit What Remains bereits das Wasser im Mund zusammenlaufen. Denn ihr neues Album kommt im November 2016 auf den Markt. Die Single ist alles andere als eine glitzernde Disco-Sause, sondern eine dunkel angehauchte, sphärische Klangwelt. Ein Soundteppich, der einen geradezu verschluckt, wenn man den Mut hat, sich draufzulegen.

Messer arbeiteten für den strukturlosen Song Kachelbad (Prolog) mit Jochen Arbeit von Einstürzende Neubauten. Ein beklemmend düsteres Stück Spoken Word. Faszinierend, einnehmend, wortgewaltig.

Nobody Knows aus Stendal verfassten mit dem Bürgerlied ein grossartig ironisches Fanal gegen den Wutbürger und die AfD-Idiotie. Eine Hommage an die Menschlichkeit und den Pluralismus in der Gesellschaft. Ummantelt mit einem bestechend akustischen Arrangement. Ein friedlicher Widerstand.