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Oi! Die 80er Punkveteranen-Boygroup Agnostic Front geben sich im KiFF kommenden November die Ehre. Am 26ten, einem unschuldigen Dienstag, prügeln die New Yorker Hardcore-Väter auf ihre Drums und Gitarren ein bis – und das ist ein Versprechen –  die Wände wackeln!

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Bei Agnostic Front gibt’s kein schöngeistiges Etepetete! (Foto: zvg)

Ursprünglich als Protestbewegung mit Projektallüren, stürzte sich Agnostic Front rund um den Gitarristen Vinnie Stigma 1982 in ihr Schicksal. Die Band gehört zu den ältesten Hardcore-Punk-Gruppen, die heute noch aktiv sind. Naja, das schnappt man beim stöbern in irgendwelchen Musikmagazinen auf, die meistens bei besonders hippen Vernissagen, Ladeneröffnungen oder beim tätowierten Friseur achtlos rumliegen. 80er-Jahre-Punk. Das waren damals wütende Zeiten. Verschworen, eine ganze Generation (oder zumindest ein kleiner Haufen davon), gegen die «Reaganomics», gegen Religion und Staat. Lokalpatriotismus, Szenenkämpfe und Fäkalsprache. Schöne Zeiten, schwere Zeiten. Das sogenannte «Oi!-Flair» wütender und nicht so wütender Jugendlicher, die gerne gegen das Stargehabe von langhaarigen «Möchtegern-Hardrock-Tussen» wetterten. Mit Wut und Ironie donnerte man gegen Bands, die noch Schminke vom Vorabend an der Nase hatten. Die dürren Jungs um die Ecke, die Punks, brüllten dabei viel lieber in schlechte Mikros. Die Birne bis zum Rand zugedröhnt, gaben sich die Agnostiker bei Konzerten auch ab und an eins auf die Nase. Was soll man da machen?

Politik und Agnostic Front? Hardcore, Metalcore und vor allem Hatecore tummelten sich damals an den beiden Enden der Politlandschaft. Heute kräht der rote Hahn bei Agnostic Front nur noch den alten Zeiten willens, etwa auf ihrem Album My Life My Way, das 2011 erschienen ist. Sicher ist bei der Band wohl nur eines: Bei Agnostic Front gibt’s keinen melodramatischen Anstrich (auch nach 30 Jahren nicht!), keine intellektuelle Vollwertkost und schöngeistiges Etepetete! Agnostic Front an einem unschuldigen Dienstag, ergo zieht euch eure Stiefel an und man sieht sich mit Kippe im Maul und schlechtgelauntem Gesicht im KiFF in Aarau!

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