Ein Passwort wird per E-Mail an Sie geschickt

Drei unerwartete Dinge erwarteten mich am Freitagabend als ich zum Casper-Konzert gefahren bin: Zum ersten die Verspätung durch einen Personenunfall zwischen Winterthur und Zürich. Zum zweiten die Tatsache, dass das Komplex komplett ausverkauft war und richtig gute Stimmung herrschte. Zum dritten Casper selbst, der trotz des riesen Erfolgs immer noch bodenständig auftritt.

 

2014-03-07-Casper-02

Casper riss ein ausverkauftes Komplex mit. (Foto: Steffi Sonderegger)

Durch den besagten Personenunfall habe ich leider die Vorband verpasst. Da die Stimmung im Komplex aber bereits unglaublich aufgeheizt war, als ich eintraf, konnte sie nicht all zu schlecht gewesen sein. Die Menge stand dicht an dicht um einen Blick auf den deutschen Rapper zu erhaschen. Casper selbst hat sich mehrmals bedankt für diesen unglaublich geilen Abend. Er erzählte dem Publikum, wie er mit einem Musikkollegen noch über dessen Auftritt in der Schweiz am Abend zuvor gesprochen hat und dieser als gut, aber etwas stimmungsarm bezeichnet wurde. Mit diesen runtergeschraubten Erwartungen ist Casper also auf die Bühne getreten und wurde positiv überwältigt von der Begeisterung und der Hingabe der Fans, die ausnahmslos jedes Lied – auch die Neueren – mitsingen konnten.

Casper spielte aus allen Alben etwas: Von XOXO über Mittelfinger hoch, So Perfekt bis Jambalaya oder Die letzte Gang der Stadt und zwischendurch eine Version von Freetracks wie Halbe Mille. Alles, was das Fan-Herz begehrte, war dabei! Selbst zu den etwas ruhigeren, nachdenklicheren oder gar melancholischen Liedern von Casper wurde getanzt, mitgesungen und fotografiert. Casper nutzte die Gelegenheit und forderte das Publikum auf, alle Handys hervorzuholen und zusammen ein Foto zu machen. Der Raum wurde erfüllt vom Blitzgewitter der Flashlights und die Musik ging weiter. Dann durften wir auch noch erfahren, dass sich links oben ein unglaublich schöner, bärtiger Mann befindet, der vom Publikum und Casper herzlich begrüsst und liebevoll „Beard“ getauft wurde. Danach erzählte uns Casper, dass sein Bassist heute Geburtstag hat, was vom Publikum direkt mit einem Happy-Birthday-Ständchen geehrt wurde.

Der einzige negative Punkt dieses Abends bestand darin, dass es nach einer gewissen Zeit durch die Menschenmassen unglaublich heiss und stickig wurde und man sich kaum Luft verschaffen konnte, ohne rauszugehen und damit einen Teil des Konzerts zu verpassen. Das wollte man nicht! Denn jede einzelne Sekunde lohnte sich. Es wurde gefeiert, die gute Laune pulsierte spürlich durch die Menge und die Musik riss mit und überzeugte.