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Märzmelodien jeglicher Art bietet uns die breite Konzertauswahl bei Just Because. Wir haben uns ein paar Namen darunter ausgesucht und stellen euch die Appetizer für diesen Monat vor. Von frühlingshaften Tanzkappellen bis hin zu eindringlichen Frauenstimmen zwischen Soul und Punk ist alles dabei.

Metronomy (Foto: zvg)

Metronomy (Foto: zvg)

Gastbeitrag von David Schneider

Retro-Look, bunte Aufmachung und Indie-Pop-Klänge, die zuerst ins Ohr und dann direkt in Beine fliessen. So liesse sich die englische Truppe Metronomy kurzum beschreiben. Beim Hören von Songs wie The Look oder The Bay wähnt man sich irgendwo zwischen Strandfeeling mit wippenden Bikini-Damen und einer schrillen Szenerie aus einem kitschbunten Wes Anderson-Streifen. Metronomy haben eine Linie, die über ihre Musik hinausgeht: Mit einheitlichen Bühnen-Outfits und einem Hauch 70er-Look in ihren Videos erinnern sie an Zeiten, als Disco-Musik nicht nur produziert, sondern live in die Beine der Tanzhungrigen geschmettert wurde. Ihr 2014 erschienenes Album Love Letters stieg in England in die Top Ten ein und schlängelte sich in der Schweiz bis auf Rang 21 vor. Die im südlichen Brighton angesiedelte Tanzkappelle begeisterte letztes Jahr schon das Publikum des Zürich Openair und kehrt zum Märzauftakt gleich für zwei Konzerte in die Schweiz zurück. Für Tanzhungrige geht es am 5. März ins Zürcher X-Tra, Discokugeln und Pastellfarben inbegriffen.

Schweisstreibende Gute-Laune-Welle aus Finnland

Das Finnland nebst dauerhaftem Headbangen durch breit gefächerte Metalbands auch Indie-Hymnen mit Wirf-die-Hände-in-die-Luft-Faktor zu bieten hat beweisen die vier spitzbübischen Herren von Satellite Stories. Sie wollen mit ihrem reinem Indie-Rock nicht das Rad neu erfinden, sondern nebst Freude beim Hörer vor allem mit ihrem Publikum feiern. Mit dem Tempo der Wombats und elektronischen Elementen, die sich ohne Störfaktur zwischen die reine Stimme des Sängers Esa Mankinen legen, brilliert das Quartett auf der Bühne und ab Platte. Ihr neustes Album Vagabonds erscheint diesen Monat und passend dazu stehen Mitte März im Zürcher Mascotte und darauf in der KUFA Lyss auf der Bühne.

Satellite Stories (Foto: zvg)

Satellite Stories (Foto: zvg)

Trash-Pop mit französischem Charme

Stéphanie Alexandra Mina Sokolinski. Eindeutig ein zu langer Name um erfolgreich einschlägige Musik herauszubringen. Das hat sich die aus Frankreich stammende Alleskönnerin wohl auch gedacht und legte deshalb musikalisch unter dem Namen Soko los, wahlweise auch als SoKo modifiziert. Die heute 29-jährige Kreativitätskanone wurde in ihrem Heimatland zuerst einmal als Schauspielerin bekannt, bevor sie 2007 mit ihrem Song I’ll kill her auch musikalisch auf sich aufmerksam machte und in Dänemark und Belgien damit ihren ersten Hit landete. Doch wer dachte, Sokolinski bleibe eine Schauspielerin mit musikalischen Gehversuchen und einem einzigen Hit, der täuschte. Mit ihrem trashigem Folk und Indie mit Punkeinwurf traf sie ins Schwarze und ehe sie sich versah tourte sie mit Bands wie M.I.A., Foster the People sowie einem gewissen Pete Doherty. Der Mitbegründer der Libertines und Frontmann der Babyshambles verkörpert auch gut die Linie von Sokos Musik: Irgendwo zwischen hallenden Indie-Klängen grummeln rotzige Klänge, es soll nicht schön und sauber klingen, sondern den Moment auskosten wie er ist. Mal lustig, mal verrückt, direkt aus dem Herzen oder wie eine Explosion in den Raum geschmettert. Und wer diese Momente am eigenen Leib erfahren möchte, hat am 14. März im Mascotte die Möglichkeit darauf. Französischer Akzent mitinbegriffen.

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Soko (Foto: Robin Black)

 

Folkklänge zwischen Herzschmerz und Neubeginn

An der Uni zusammengetroffen, als vielversprechende Folk-Band herangereift: Als sich die vier jungen Damen und Herren der holländischen Folk-Pop-Band Mister and Mississippi 2011 an der Herman Brood Academy in Utrecht über den Weg liefen, hat keiner von ihnen erahnen können, wo sie dieses Zusammenfinden hinbringen würde. Ihr Anfang 2013 erschienenes Debütalbum brachte sie jedenfalls in die nationalen Alternative- und Album-Charts und kurz darauf sackte die Band um Sänger Samgar Jacobs und Sängerin Maxime Barlag bei den 3FM Awards eine «Best Newcomer»-Auszeichnung ein. Ein Jahr nach ihrer Gründung wohlgesagt. Nun, nach ausverkauften Konzerten in Holland und dem Release von Album Nummer Zwei, macht sich das junge Gespann daran auch im restlichen Europa Fuss zu fassen. Und so machen Mister and Mississippi im März gleich zweimal Halt in der Schweiz: Am 21. März in den Gemäuern des Bogen F in Zürich und einen Tag darauf im Ebullition bei Bulle.

Weitere Just Because-Konzerte im März:

Datum Konzert Location
03.03.2015 BRNS Le Romandie, Lausanne
04.03.2015 BRNS Salzhaus, Winterthur
05.03.2015 BRNS KiFF, Aara
09.03.2015 Tinashe Mascotte, Zürich
16.03.2015 Guster Kinski, Zürich
22.03.2015 Selah Sue Kaufleuten Zürich
23.03.2015 Selah Sue Les Docks, Lausanne
24.03.2015 Selah Sue Bierhübeli, Bern
30.03.2015 Ben Khan Kinski, Zürich
30.03.2015 The Wombats X-Tra, Zürich