Mittelalter, Deathrock und Black Metal – am Wave Gotik Treffen wird der Vielfalt keine Grenze gesetzt. Bei strahlendem Wetter ging auch der WGT-Samstag mit vollgestopftem Programm über die Bühne.

Der zweite Tag des Wave Gotik Treffens in Leipzig begann diesmal in der Moritzbastei beim Augustusplatz. Der perfekte Ort, um in den Tag zu starten. Die wunderschönen Gewölbe und Keller laden zum Verweilen ein und halten so manch schattiges Plätzchen bereit. Denn auch an diesem Samstag stiegen die Temperaturen gnadenlos an und am Himmel war weit und breit kein Wölkchen zu sehen. Also ging es von der Moritzbastei, auf deren Dach man einen kleinen Vorgeschmack auf den mittelalterlichen Teil des Festivals bekam, direkt Richtung Heidnisches Dorf. Gaukler, Händler und mittelalterliche Dudelsackklänge sind dort Programm. An diesem herrlichen Nachmittag zog es nicht nur die schwarze Meute scharenweise ins gemütliche Dorf, auch Anwohner und Touristen konnten sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen, und drehten – gegen einen kleinen Wegzoll – ihre Runden im Dörfchen.

Das Wetter lud ausserdem ein, am späteren Nachmittag die einzige Openair-Bühne des Festivals zu besuchen, die Parkbühne. Gruftklänge bei schönstem Sonnenschein, dargeboten unter anderem von Schöngeist, Dope Stars Inc. und Dreadful Shadows.

Der Samstagabend stand im Zeichen der härteren Klänge: Im Kohlrabizirkus (der Kuppelform wegen auch «Tittentempel» genannt) gab’s mit Dark Fortress, Eden Weint im Grab, Secrets of the Moon und Amorphis als Headliner für die härtere Fraktion melodischen Black und folkigen Death Metal auf die Ohren. Der Nachteil dieser Location ist jedoch ganz klar die schlechte Soundqualität, welche vor allem beim Headliner Amorphis die Konzertfreude trübte.

Damit das Partyvolk auch nach den Konzerten auf ihre Kosten kam, locken täglich zahlreiche Partys in der ganzen Stadt zum Tanzen. Im Werk II fand wie jedes Jahr die «When we were young»-Party statt – der Treffpunkt für alle Batcave- und Death Rock-Fans.

 

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