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Was für ein Glück, dass In Strict Confidence spontan sind. Denn sie haben sich nach ihrem Auftritt am Schwarzen Ball kurzfristig für ein kleines Interview zur Verfügung gestellt. Sänger Dennis Ostermann über biblische Bilder und das Schweizer Publikum.

Janosch Tröhler: Wie hast du das Schweizer Publikum empfunden?

Dennis Ostermann: Wie immer toll.

Toll?

DO: Also ich finde es immer interessant, ausserhalb von Deutschland zu spielen. Die Schweiz widerspricht dem Vorurteil, dass sie so langsam und träge sind. Wir haben eigentlich erwartet, dass es für uns schwieriger wird.

Dass die Leute reservierter sind?

DO: Ja, weil wir natürlich auch nicht der Hauptact des Abends waren. Wir hatten so die Befürchtung, dass viele auf Covenant warten und wir dann ein bisschen untergehen.

Wie bekommt ihr auf der Bühne diese Energie?

DO: Für mich ist es besonders schwierig, weil ich es wirklich nur diese siebzig bis achtzig Minuten schaffe, diese Stimme hinzubekommen. Dann ist bei mir der Kreislauf am Ende. Es ist immer eine Überwindung, bis dieser überhaupt erst mal in Schwung kommt und danach so lange durchhält. Jetzt ist auch das Limit erreicht.

La Parade Monstrueuse ist schon eine Weile auf dem Markt, aber es hat gedauert, bis es erschienen ist. Im Vergleich zu Exile Paradise ist es doch eher schneller, tanzbarer geworden. Wie kam es zu dieser Entwicklung?

DO: Das hat sich mehr oder weniger ergeben. Wir hatten uns auf der einen Seite vier Jahre Zeit für das letzte Album genommen, auf der anderen war das ganz gut, weil wir uns entwickeln konnten. So ist der Sound auch ein bisschen rauer geworden. Exile Paradise war eher seicht… Hm, ich fand’s trotzdem toll, aber das neue Album ist schon eine Spur rauer und da wollten wir auch wieder hin.

In euren Alben finden sich immer wieder christliche Bilder. Was fasziniert euch an diesem Thema?

DO: Du hast es bereits angesprochen. Diese Bilder, diese Bildsprache, die in der Bibel auch verwendet wurde, nützen wir sehr oft, um eigentlich weltliche Geschichten zu erzählen. Wir wollen das Ganze nicht nüchtern klingen lassen, sondern es soll eben diese Bildsprache beibehalten. Im Endeffekt erzählt die Bibel ja auch sehr nüchterne Dinge, aber sie klingen einfach durch die Art der Wortwahl bildlich.

Was darf man in Zukunft von euch erwarten?

DO: Hoffentlich, dass wir schneller mit dem neuen Album fertig werden. Ich glaube, da sind wir auf einem guten Weg. Wir hoffen, dass wir die neue Scheibe bis im Sommer fertig haben und bis es dann veröffentlicht wird, wird es sicherlich Ende des Jahres oder Anfang 2012.

Letzte Worte?

Nina de Lianin: Dankeschön an alle, die an das Konzert gekommen sind.

Vielen Dank für das Interview.