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Am Mittwoch, 13. Juni 2012, werden die schwarzen Kutten und Pentagramme montiert, die Kreuze umgedreht und sich für die bevorstehende Apokalypse in Form des norwegischen Höllenfeuers namens Dimmu Borgir gewappnet. Im Les Docks in Lausanne wird einen Abend lang die herrschende Weltordnung enttrohnt und  einer okkulten Messe gefrönt.

fb.Ein Blick auf die musikalische Entwicklungsgeschichte Dimmu Borgirs legt verschiedenste Einflüsse und Inspirationsquellen der Band offen: Nebst der Orientierung an ursprünglichen Black Metal der 80er- und 90er-Jahre sind die Einflüsse aus der klassischen Musikwelt unüberhörbar geworden und ergeben imposante Epen, welche vermutlich auch das eine oder andere Klassik-Herz höherschlagen lassen. Das 1996 erschienene, von Fans als „Dimmu Borgirs letztes Black Metal Album“ bezeichnete Stormblåst legt die Ursprünge der Band offen und ist gleichzeitig auch die erste Sprosse auf der Leiter des internationalen Erfolgs. Es folgen bis heute acht weitere Studioalben, darunter die legendären Enthrone Darkness Triumphant (1997), welches mit Peter Tägtgren (Hypocrisy) in dessen Studio aufgenommen wurde und erfolgreiche Tourneen und Festivalauftritte zur Folge hatte oder das dem Mittelalter verschriebene Konzeptalbum In Sorte Diaboli (2007), welches ihr erstes Nr. 1-Album mit Goldstatus ist. Chartplatzierungen und kommerzieller Erfolg holt in Black Metal-Kreisen sofort die unverwüstliche norwegische Black Metal Garde auf den Plan – quasi die selbsternannte Metal-Polizei, welche festlegt, was „true“ ist und die umgedrehten Kreuze der Anhängerscharen gerade rückt – und so sind Dimmu Borgir immer wieder Kritik ausgesetzt, welche die Experimentierfreude und Aufnahme unkonventioneller Einflüsse missbilligte. Doch davon lassen sich die Norweger keinesfalls unterkriegen. Gerade Orchestrale und klassische Elemente stehen insbesondere auf ihrem letzten Album Abrahadabra im Vordergrund. 101 Gastmusiker haben nach Angaben der Band bei der Entstehung mitgewirkt und machen dieses Album zu einem unvergleichlich erhabenen Opus der Symphonic Black Metals. Diese brachial-finstere Okkult-Oper feiert sich in seiner Meisterhaftigkeit quasi selbst und man fragt sich unweigerlich, wie die Norweger einen solchen Meilenstein noch toppen wollen. Doch zuerst einmal scheinen sie sich auf ihre Livepräsenz zu konzentrieren und europaweit Finsternis zu verbreiten. Nach den vielen Wechseln in den vergangen Jahren kann man wohl fast ein wenig gespannt sein, welche Musiker tatsächlich neben den beiden Gründungsmitgliedern Sänger Shagrath und Gitarrist Silenoz auf der Bühne stehen werden.

Weitere Infos zur Veranstaltung:

lesdocks.ch

site.dimmu-borgir.com