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Support Act von Rammstein – welche Band aus den Rock- und Metalgefilden träumt nicht davon, mit den Meistern des Feuers und Rauchs auf der Bühne zu stehen? Die fünf Schweden von Deathstars träumen nicht mehr, sie leben es und sind auch beim zweiten Teil der grossen Made in Germany-Tournee dabei. Mitten im Tourgewimmel finden sie auch noch Zeit, einige Headliner-Shows zu spielen und legen am 17. März einen Zwischenstopp im Z7 in Pratteln ein.

fb.Einordnen, in eine Genre-Ecke schieben oder in die Karten schauen lassen sich die fünf Todessterne selten. Auf der Bühne und in der Öffentlichkeit legen sie kühle Distanziertheit, eiserne Finsternis und einen Hauch wodkageschwängerte Arroganz an den Tag, in ihren Videoclips herrscht Dunkelheit und ihre Texte sind wie Rasierklingen auf schneeweisser Haut. Dieses Image wurde den Schweden so quasi in die Wiege gelegt, denn ihre Wurzeln sind tief im Death Metal verankert. Emil Nödtveidt, alias Nightmare Industries, seines Zeichen Bruder des ehemaligen Dissection-Sängers Jon Nödtveidt, produzierte deren legendäres letztes Album und liess auch Deathstars-Sänger Andreas „Whiplasher“ Bergh und Deathstars-Basser Skinny Kangur kräftig mitmischen. Unter dem Bandnamen Swordmaster bewegten sich einige der heutigen Deathstars-Mitglieder ebenfalls auf todesmetallischem Terrain.
Ab 2000 formierte sich die Band Deathstars, welche sich von Anfang an den eher brachial-elektronischen Klängen sowie dem Zusammenspiel von Gitarre und Synthesizern verschrieben hatte. Ihr Stil begeistert Goths wie Metaller zugleich und wurde einst von der Band als Death Glam beschrieben. Wer zweimal hinsieht, bemerkt in ihrem finsteren Auftreten immer auch eine Menge Glitter, Glanz und Glam Rock.
Live hatten sich die Sterne schon vor der Rammstein-Tour eine beachtliche Fangemeinde erspielt, was wohl nicht zuletzt den Touren mit Korn (2008) und Sonic Syndicate (2009) zu verdanken ist. 2009 war auch das Jahr, in welchem Deathstars ihr letztes Album Night Electric Night veröffentlichten. Ihre drei Alben erschienen seit 2003 pünktlich im Dreijahrestakt, sodass man dieses Jahr hoffentlich gespannt sein darf. Ganz auf dem Trockenen sassen die Fans jedoch nicht; Ende 2011 erschien die Single Metal, welche man vielleicht als Kostprobe für das neue Album verstehen darf, und nach den Konzerten wird man als Fan immer mit einem Autogramm oder Foto belohnt. Und bei einem kühlen Bier mit den Bandmitgliedern wird auch jeder (noch-) nicht-Fan registrieren, wie Deathstars ihr unnahbares Image mitsamt weisser Schminke und Uniform im Koffer verstaut haben den verrückten Haufen zutage fördern, der sie eigentlich sind.

Weitere Informationen:

z-7.ch
deathstars.net

Bild: zVg