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Für eine wirklich megamässig gute Party braucht es eigentlich gar nicht viel – zumindest wenn Grossstadtgeflüster am Start sind. Die Powershow der Band gepaart mit Lyrics, bei denen man aus voller Kehle mitsingen muss, und Beats, bei denen man nicht stillstehen kann, ergaben das fast beste Konzert vom Jahr.

Ein kurzer Blick auf die Setlist des Abends zeigte, dass Grossstadtgeflüster sich so einiges vorgenommen hatte. Ganze 25 Tracks – natürlich inklusive denjenigen vom neuen Album – wurden gespielt und ein geiler Song jagte den nächsten. Dazwischen kamen immer mal wieder freche Sprüche und lustige Seitenhiebe aus dem sehr losen Mundwerk der Frontfrau Jen Bender oder auch vom Keyboarder Raphael Schalz. Vom dritten Mitglied Chriz Falz hörte man vor allem den Schlag auf Schlag – was wohl in der Natur des Drummers liegt.

Bild: Sacha Saxer

Schlag auf Schlag. Mehr hörte man von Chriz Falz nicht. Bild: Sacha Saxer

Lautstärkebegrenzung – für die Band, aber nicht für die Fans

Ein echt sympathisches Trio, welches es absolut drauf hat, das Publikum mit einer grandiosen Show zu begeistern und zum Tanzen, Hüpfen und Mitsingen zu bewegen. Ein paar mit Konfetti gefüllte Ballone, Konfettiknaller und Knicklichter gepaart mit den richtigen Songs und einer energiegeladenen Show reichen bei ihnen, um die Leute zum abfeiern zu bringen. Der Beweis: Das erstaunlich textsichere Publikum überschritt locker die Lautstärkebegrenzung – ganz zur Freude der Band.

Erstes Mal ausverkauft in der Schweiz

Auch durften sich die Drei über das erste ausverkaufte Konzert in der Schweiz freuen. Vielleicht gab es darum als Dankeschön an Zürich noch ein paar Extra-Seitenhiebe nach Basel, wo die Grossstadtgeflüster vorher gespielt hatte.

Bild: Sacha Saxer

Freche Sprüche kamen nicht zu kurz. Bild: Sacha Saxer

Die Berliner wissen wohl genau, wie sie das Publikum auf ihre Seite bringen können. Purer Einbezug war angesagt. So riss Jen bereits zu Beginn des Konzerts erste Sprüche, als ein grösserer Typ vor der Bühne direkt vor ihr Stand:

«Na schön, einer Mal auf Augenhöhe. Wisst ihr, ich hab die perfekte Grösse fürs Busfahren. Gerade so auf Achselhöhe der anderen.»

Ihre Mimik bei solchen Sprüchen war herrlich. Die ganze Show wirkte daher sehr authentisch. Oder ebenfalls ein ganz Schöner:

«Kennt ihr das? Es ist nun so wie bei gutem Sex. Erst wenn man Scheisse aussieht, dann wird’s richtig geil.»

Bild: Sacha Saxer

Tanzen trotz Knieverletzung: Frontfrau Jen. Bild: Sacha Saxer

Das Publikum machte brav bei allen Scherzen mit und darum wurden auch einige Döschen Mitleid mit «Ooooohs» für Jen aufgemacht. Die Powerfrau war nämlich am Knie verletzt und forderte immer wieder etwas Trost.

Die Verletzung hinderte sie aber überhaupt nicht daran, auf der Bühne wie ein junges Reh herum zu springen. Tanzen kann sie nämlich auch die Königin – jawohl.Daumen hoch für eines der Konzerte mit der wohl geilsten Stimmung vom Jahr.