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Letzten Samstag stand ich auf der Matte des «Zermatt Unplugged Kaufleuten Festivals» in Zürch. Im Eingangsbereich preschte die Zürcher Schickeria auf mich ein – ob sich das im Konzert wiederspiegelte…?

Das «Zermatt Unplugged» geniesst einen herrlichen Ruf, lässig, cool, schön, hip. Während dem 22. bis 24. Oktober 2015 verwandelte sich das Kaufleuten Zürich in eine kleinere Version des «Zermatt Unplugged Festivals». Zum ersten Mal vereinten sich die Macher des Akustik-Festivals und die Betreiber des Kulturtempels Kaufleuten zum neuen Festival: «Zermatt Unplugged Kaufleuten». Hübsch dekoriert lächelte mich der Eingangsbereich im Kaufleuten Hof förmlich an – bevor ich mich durch den Schlund zierte nahm ich mein Eintrittsarmband in Empfang.

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Thierry (r.) kommt aus der Westschweiz, Yannick aus Mauritius (Foto: zvg)

Die Treppe führte mich direkt in die Lima Bar – auch hier wurde das Flair der Alpen perfekt inszeniert. Nach einem Bier ging es wieder die Treppe runter, um die nächste wieder hoch zu laufen, man blieb somit immer schön in Bewegung. Die Lounge des Kaufleutens wurde dem Motto getreu mit diversen Accessoires aufgepimpt, ich roch Zermatt förmlich.

Der Raum war bereits sanft mit ein paar Menschen gefüllt. Fast alle setzten sich auf den Boden, die Treppen oder vor die Bühne – aha also doch schüchtern liebe Schickeria Leute? Wie dem auch sei, ich stellte mich in die Mitte des Raumes, hab da kein Bock mich auf den Boden zu setzen.

Um etwa 22:15 Uhr startete das Duo The Two bestehend aus Thierry Jaccard und Yannick Nannette. Zwei sympathische Künstler welche sich durch die Musik gefunden haben. Thierry kommt aus der Westschweiz, Yannick aus Mauritius. Zwei Menschen die für den Blues leben und ihn facettenreich umzusetzen wissen.

(Foto: Natalie Steiger)

The Two haben etwas Rohes an sich (Foto: Natalie Steiger)

The Two spielte etwas ruhigere Songs an, wie unter anderem On & On, die sitzende Meute horchte beherrscht zu. Dennoch vernahm ich eine Gewisse Spannung, eine angenehme, was sicherlich an der vielseitigen Stimme von Yannick liegt. Das Konzert türmte sich langsam auf – Song für Song wurde die Stimmung ausgelassener. Thierry animierte das Publikum beim Song Blues In My Bones abwechslungsweise mitzusingen, freudig machten sie mit und siehe da, sie standen tatsächlich und tanzten sogar.

Mir gefiel das Konzert der beiden sehr gut! Sie haben etwas Rohes an sich, etwas kerniges was sie perfekt darbieten können. Sie spielen als ob es kein Morgen gäbe und solche Konzerte finde ich immer klasse. Ich freue mich wenn sie erneut in die Zwingli Stadt kommen – Schickeria hin oder her!