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Gemäss einem Facebook-Post von The Exploding Boy-Sänger Johan Sjöblom könnte ihr Konzert am 6. November abgesagt werden. Seit 14 Uhr herrscht Gewissheit: Sie kommen nicht.

Geradezu lächerliche 35 Franken hätte der Eintritt zum Konzert von Minuit Machine und The Exploding Boy gekostet. Als Zückerchen setzte Veranstalter Noxiris sogar noch eine Party obendrauf.

Der neuste Facebook-Post von The Exploding Boy-Sänger Johan Sjöblom liess das Schlimmste bereits ahnen. Nun bestätigt Noxiris, dass das Konzert abgesagt ist. Grund: Der Vorverkauf lief schlecht. Gerade mal 23 Tickets wurden gekauft – nichts, wenn man den Komplex Klub füllen will.

the-exploding-boy_facebook

Dabei ist die schwedische Post-Punk-Band The Exploding Boy eine vielversprechende Hoffnung für düster-coole Klänge. Ihre bisherigen Konzerte hierzulande waren stets gut besucht, die Shows immer ein Hochgenuss. Wir waren schon mehr als einmal dabei und können Gutes berichten:

The Exploding Boy überzeugten mit Professionalität, schlichtem Bühnenverhalten und guter Musik. Lauthals sang das Publikum «Desperation! desperation awaits!». Es wurde getanzt, gesprungen und sich in die Arme gefallen.zum Konzert 2011
Nach nur knapp 45 Minuten stapften die Jungs wieder von der Bühne. War es das schon? Nein, die Band hatte sich gerade erst warm gemacht. Sie krachten nochmals genauso lange weiter. Nun flogen die Schweisstropfen, explodierten in den frenetischen Melodien.zum Konzert 2014

Doch dazu wird es dieses Jahr leider nicht kommen. Die schwindende Bereitschaft, sich bereits im Vorverkauf Tickets zu sichern, ist gerade bei kleinen Bands für Nischen-Veranstalter wie Noxiris ein grosses Problem. Dazu passt die Aussage von Rolf Vieli, der sich auf watson.ch zur Schliessung der Kult-Kneipen «Züri-Bar» und «Kontiki» geäussert hat:

Heute sind die Menschen im Ausgang ständig ‹auf dem Sprung›. Ich sehe es den Leuten an, sie bewegen sich anders, sind unruhiger. Durch die permanente Angst, etwas verpassen zu können, lassen sie sich auf nichts mehr ein.Rolf Vieli über das veränderte Ausgangsverhalten

Ändern können wir an der Absage nichts mehr. Nur schade, dass Zürich deshalb ein vielversprechendes Konzert ärmer ist.