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Ein lesbisches Pärchen liegt friedlich schlafend im Bett. Es war wohl ein One-Night-Stand. Sie stehen auf und treffen sich auf der Strasse wieder, allerdings nicht wie erwartet.

Wenn sich Demonstrantin und Polizistin näher kommen (Screenshot Video-Clip)

Wenn sich Demonstrantin und Polizistin näher kommen (Screenshot Video-Clip)

«Komm‘, wir tanzen zusammen im Wasserwerfer-Regen…»

Songtexte, die so schön poetische Bilder hervorrufen, sind wir uns von Punkrockern nicht gewohnt. Doch in Traum von Freiheit stilisiert die deutsche Gruppe Betontod die Strassenschlacht zur Bühne. Ob das jetzt gut ist oder nicht, sei hier aussen vor gelassen. Denn der Song lässt einen hoffnungsvoll werden wie ein Kind, das seinen Schoko-Osterhasen hinter dem Gebüsch zu sehen meint.

«…Dann ist das Feuer unser Bühnenlicht…»

Das Video zu Traum von Freiheit lässt indes kein Punk-Klischee aus. Rebellische Demonstranten, gespickt mit Piercings, Nieten und Irokesen-Frisuren. Eiserne Polizisten in Kampfmontur. Ein lesbisches Pärchen, das sich nicht kennt und wiederfindet. Man schmunzelt schon ob der Überdosis an Schwarz-Weiss-Mentalität.

«…Und das Tränengas der Nebel!»

Eigentlich sollte das Video absolut lächerlich sein, weil es dermassen überzeichnet ist. Doch irgendetwas lässt die Stimmung wieder kippen. Ist es das Intro mit einer Stadion-Attitüde, die selbst die Toten Hosen vor Neid erblassen lässt? Kaum. Oder doch der mitreissende Text, der noch bei drei Promille problemlos mitgelallt werden kann? Vielleicht.

Ich konnte das Geheimnis noch nicht lüften. Aber aufgestanden bin ich heute mit einem Traum von Freiheit und einer krass guten Laune.