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2014 ist bald schon passé. Ein neues Jahr beginnt, mit guten Vorsätzen und Alkohol (ausser die lesende Person ist abstinent). Doch bevor es so weit ist, lohnt es sich, Bilanz zu ziehen. Unermalt mit wunderbarer Musik.

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Bleeding Knees Club zum Jahreausklang (Bild: Bleeding Knees Club)

Ein Jahr hat 365 Tage (ausser ein Schaltjahr, das hat 366). 365 an einer Hand abzuzählen dauert ewig lange. Und in solch einer langen Zeit passiert einiges, in einem ganzen Jahr passiert einiges.

Das Lied des letzten Montags des alten Jahres heisst Bad Guys und ist von der Gruppe mit dem vielversprechenden Namen Bleeding Knees Club. Der Titel ist Programm: She ran away // You made her cry lauten die beiden ersten Zeilen. Eine Situation, auf die niemand stolz ist (hoffentlich). Aber in einem Jahr kann so etwas schon passieren.

Deswegen kann es durchaus lohnenswert sein, das Jahr nochmals Revue passieren zu lassen. Wie habe ich mich verhalten, wie war ich – wer will ich überhaupt sein? Selbstverständlich wird sich solch eine existenzielle Frage kaum noch dieses Jahr beantworten lassen, aber sich den Kopf darüber zerbrechen, das geht. Denn ansonsten: Motorbike sold // That’s when you know // You’re getting old // You’re forty five // And still a bad guy –Wer will das schon? Wenn schon alt und ein «Bad Guy», dann mit Motorrad. Oder eben sich selbst kritisch beäugen und gar nicht erst ein Bad Guy werden. Denn Frauen zum Weinen bringen ist nicht etwas, auf das man(n) stolz sein sollte. Selbstverständlich, liebe Leserinnen, gilt das auch umgekehrt.

Das Video passt selbstverständlich auch zu diesem Montag. Die drei Jungs haben Spass, sie feiern und sind jung. Sie verkörpern, was an Silvester Sache sein sollte: eine gute Zeit mit Freuden. Somit eignet sich das Lied von Bleeding Knees Club nicht nur für die Selbstreflexion, sondern auch als Einstimmung für den 31., denn dann geht es rund!

Die drei Jungs heissen Alex Wall (vocals/drums), Jordan Malane (guitar), und Matt Woods (drums) und kommen aus Australien. Ihr Debut und bisher einziges Album erschien 2012 unter dem Namen Nothing To Do und erinnert an den klassischen weissen mittelschicht-Garage-Rock. Dazu kommt Sonnenschein und Strand sowie die gewöhnungsbedürftige Stimme des Sängers – fertig ist die Band.

Einen guten Rutsch ins neue Jahr!