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Jeden Freitag blickt Redaktionsleiter Janosch Tröhler auf die Woche zurück und verfasst eine musikalisch unterstützte Kolumne. Wenn die Sounds gleich noch auf das Wochenende einstimmen, ist er bereits zufrieden. Heute mit Trude Herr, peinlich betretener Stille, J.B.O. und Alice Cooper.

Wieso hassen wir Montage? Vielleicht weil genau zwei Tage Wochenende reichen, um sich an die Freizeit zu gewöhnen und am dritten Tag dann, wenn man es so richtig geniessen könnte, dann ist Montag. Nun gut, dieser Wochentag muss nicht per se schlecht sein, aber die lange Sitzung spürte ich dann doch am Tag darauf. Es zieht sich einfach hin…

Noch unangenehmer als Montage sind gewisse Begegnungen während der morgendlichen Zugfahrt. Da sass ich gemütlich warm und immer noch müde alleine in meinem Abteil und wischte mit dem Finger durch die iPad-Ausgabe des neusten Rolling Stone. Durch die Kopfhörer dröhnten Danko Jones und brachten mich langsam auf Trab. Dummerweise hob ich genau zum falschen Zeitpunkt den Kopf, da erblickte mich eine „Kollegin“, mit der ich natürlich keine anständige Konversation führen konnte, da sie auf ihrem Handy rumtippte. Was macht man da? Kopfhörer wieder auf und weiter das Magazin lesen? Oder abwarten, bereit sein, dass eventuell ein Gespräch entsteht? Ich habe mich für letzteres entschieden. Aber die Zugfahrt war im Eimer.

Am Mittwoch war ich wohl das letzte Mal in der Bonesklinic. Da habe ich dann den Inhaber Markus Schaad zu seinem neuen Projekt mit Fragen gelöchert. Anstrengend war das nicht, denn Mac erzählte breitwillig zur Bonesspelunke. Was es sich mit dem neuen Lokal auf sich hat, erfahrt ihr übrigens hier. Am 1. Februar öffnet die Spelunke ihre Tore mit einem Fest. Und ihr wisst ja: Ein Fest, das ist nie verkehrt. Ein Fest, wo man Krüge leert!

Am Freitag fühlte ich mich irgendwie alt. Ich hatte lange, graue Haare und ein ungepflegt wuchernden Kinnbart. Was? Ihr glaubt mir nicht? Nun gut, ihr habt es so gewollt:

Eigentlich liess ich mich bloss als Übungsmodell in der Maskenwerkstatt Wartenberg missbrauchen. Ja, ich sehe tatsächlich aus wie ein abgefuckter, lange drogensüchtiger Rockstar. Right? Und welcher reale Musiker wäre da passender als Mr. Alice Cooper himself? In diesem Sinne: Keep on rockin’, boys and girls out there!