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«Court of the Dead» ist ein düsteres Comic-Universum, das im deutschsprachigen Raum sehr wenig Beachtung findet.

Mermaid

Angelockt vom Sirenengesang

Aus den tiefen des Internets ist ein schwarzes Kleinod aufgetaucht. Angelockt von einer dämonischen Sirene (ich bin über ihre Actionfigur gestolpert) stiess ich auf Court of the Dead. Das Projekt wirkt geheimnisvoll, nicht zuletzt, weil viel gezeigt und wenig gesagt wird. Die Rahmenhandlung bietet Raum für sehr viel mehr als das, was an Narration tatsächlich präsentiert wird. In Kombination mit dem opulenten Design stimuliert dies die Fantasie, und die kommt im Court of the Dead-Universum wirklich voll auf ihre Kosten.

Court of the Dead: Die Story

Zwischen Himmel und Hölle tobt der ewige Kampf. Um ihre Kriegsmaschinen zu betreiben, brauchen beide Parteien Seelen. Diese beziehen sie vom Tod.

Als der Gevatter dieser Aufgabe überdrüssig wird, lanciert er im ewigen Kampf eine dritte Partei: Den Court of the Dead. Hier formt der Tod jene Seelen, die er Himmel und Hölle nicht ausgehändigt hat: Er schafft sich Assassinen, Spione, Generäle, eine Königin und eine Reihe phantastischer Kreaturen, darunter auch die oben erwähnte Meerjungfrau.

In diesem Rahmen spinnen die Court of the Dead-Macher nun ihre Geschichten. Als Comic fanden diese eine Plattform in Heavy Metal, die Actionfiguren zogen schon an mehr als einer Comic-Con die Aufmerksamkeit auf sich.

Tiefer Inhalt, aber auch viel Merch

Diese Actionfiguren scheinen für die Court of the Dead-Macher ein Kernstück zu sein: Sie sind detailreich, anatomisch ansprechend und relativ teuer, was durch den hohen Qualitätsstandard gerechtfertigt wird. Sie bringen dem Projekt Geld ein und sind gleichzeitig Werbeträger für die ganze Saga. Für Fans, die nicht Hunderte von Dollars für eine PVC-Statuette übrig haben, gibt es auch Merch wie T-Shirts zu handelsüblichen Preisen.

Court of the Dead hat das Potential, Kult zu werden. Die Ästhetik erinnert an Hellraiser oder die Comicsaga Requiem, der Vampirritter. Ich persönlich hoffe, dass sich das Projekt stärker auf die Produktion neuer Comics konzentriert, und der Leser bald Zugang zu einer neuen, grossen Saga im Totenreich hat.

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