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Neblig und kühl schleicht der Herbst durch die Landschaft. Die Zeit der knisternden Kaminfeuer und melancholischen Stunden ist da. Für alle ohne Cheminée präsentiert Janosch Tröhler in einer fünfteiligen Serie wärmende Herbstsongs.

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(Foto: zvg)

Von Kalifornien reisen wir gen Osten in die texanische Prärie. Es wartet einer der letzten musikalischen Hobos mit struppigem Bart, wachen Augen und einer ruhigen, weisen Stimme: Josh T. Pearson.
Er ist einer der Last Of The Country Gentleman, voller Sehnsucht und Liebe in seinen Zeilen. Pearsons Musik flimmert im Dunst der Mittagshitze, reitet mit Country und amerikanischem Folk dem Sonnenuntergang entgegen. So viel zur romantischen Cowboy-Geschichte. Doch die Musik von Josh T. Pearson ist anders, als der typische Trucker-Country mit dem breiten Texas-Akzent und Steel-Gitarren. Die Songs sind nicht treiben und jagen nicht der staubigen Landstrasse entlang. Doch hört selbst:

Josh T. Pearson klingt einzigartig und sperrig. Trotzdem schleicht er sich sanft in die Gehörgänge und verbreitet eine wohlige Wärme. Country Dumb lässt die Zeit stillstehen. Der Sänger zeichnet mit der minimalsten Instrumentalisierung eine traurige Geschichte in die Stille.

We are not what you call over-comers
We are failures each and every one
We’re the kind who will always need a Saviour
The kind who play country dumb

«Die Zeit» beschreibt den Mann als «einer der interessantesten zeitgenössischen Folksänger.» Und sie haben Recht, denn kaum hat man in der letzten Zeit intensivere und kräftigere Texte gehört. Kaum fiel es einem je leichter, sich aufatmend zurückzulehnen und die Gedanken einfach davonsegeln zu lassen.