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Am 24. November wird im Salzhaus im Winterthur eine schillernde Kunstfigur zu sehen sein: Patrick Wolf. Der Brite ist bekannt dafür ein Paradiesvogel zu sein und sorgt seit 2003 für Aufsehen in der Musikwelt.

Patrick Wolf hat ein breit gefächertes Angebot an Instrumenten: Klavier, Violine, Flöte, Harfe, Ukulele, Chembalo, Theremin und auch Akkordeon. Diese Instrumente nutzt er, um eine Mischung aus romantischem Folk und Techno-Pop entstehen zu lassen.
Bereits als mit 13 Jahren entschloss sich Patrick Wolf, Popstar zu werden. Fortan tat er alles, um dieses Ziel zu erreichen, schrieb eigene Songs und ging sogar so weit, diese an seinen Lieblingsmusiker zu schicken. Er lernte jedes Instrument, das ihm in die Hände fiel. Als Wolf 16 war, verliess er zum ersten Mal die Schule und seine Eltern und fuhr, begleitet von einem Typen mit Bus, seinem Atari-Computer, zwei Bontempi-Orgeln und einem Koffer einfach davon.
Die Erlebnisse und Erfahrungen, die Wolf während dieser Fahrt gemacht hat, hielt er schliesslich auf seinem ersten Album Lycanthropy fest. Zwei Jahre später folgte Wind in the Wires, das mehrheitlich positives Feedback erhielt.
Auf den Spuren des Erfolgs seines ersten Albums nahm Wolf 2007 das dritte Album The Magic Position auf, in dem es hauptsächlich um Liebe und eine vergangene Beziehung geht. Spätestens seit diesem Album ist klar, dass Wolf ein ernst zu nehmender Musiker ist und nicht nur eine Eintagsfliege.
Später folgten die zwei Alben The Bachelor (2009) und Lupercalia (2011), sein bisher letztes Album. Besonders auf diesem wird seine Affinität zum 80er-Synthiepop deutlich. Seine vielschichig produzierten Inszenierungen und die Lebenslust fordern zum Nachdenken auf und lassen vielleicht bei so manch einem Erinnerungen an weniger gute Liebes-Zeiten auferstehen.
Das Konzept von Wolf geht auf jeden Fall auf – er vereint melodische Euphorie, Melodramik und instumentale Opulenz und weiss sich trotzdem zu beschränken.
Wolf ist für seine Provokationen und Selbstdarstellung bekannt, was vor allem auf der Live-Bühne deutlich wird. Er weiss sich mit stilsicherer Extravaganz zur Schau zu stellen – so kann es durchaus sein, dass er sich in einem knappen Einteiler präsentiert.
Der Brite versteht es jedoch nicht nur, sich selbst zu präsentieren, sondern auch seine Musik. Er hat ein abwechslungsreiches Set zu bieten, musikalische Wandelbarkeit, und eine breite Auswahl an Musikinstrumenten, die er selber auch spielt. Der Meister der Selbstinzenierung scheut keine Berührungen und präsentiert sich auch ansonsten sehr publikumsnah. Konzerte von ihm werden als Live-Erlebnis betitelt, denn der junge Musiker besitzt einiges an Bühnenpräsenz und versteht es, den Pfeffer, der so manch einer anderen Show fehlt, in genau der richtigen Menge zu säen.

Mehr Infos zur Veranstaltung:

salzhaus.ch

Bild: zVg