Bereits kurz nach der Türöffnung füllte sich der kleine Konzertsaal des Exil stetig. Voller Vorfreude drängten sich Personen jeden Alters zur Bühne hin, während sie auf eine der besten Schweizer Live-Bands warteten: Pegasus. Die Stimmung war schon vor Beginn des Konzerts fantastisch, dementsprechend hoch waren auch die Erwartungen an Pegasus. Pünktlich erschienen die Bieler dann und fingen ohne grosses Trara gleich an zu spielen. Bereits nach wenigen Takten war zu hören, wie gut abgemischt der Sound im Exil war, was im deutschsprachigen Raum der Schweiz leider eher selten der Fall ist.

Doch nicht nur der Mischer war hervorragend, sondern auch die Band selber. Pegasus ist ein gutes Beispiel dafür, wie wenig es braucht, um ein Publikum begeistern zu können. Bei einer Bühnenpräsenz, wie sie vor allem Frontmann Noah besitzt, und dank der Live-Erfahrung der Band reichte hie und da mal ein Lächeln, um die Zuschauer zum Mitmachen zu animieren. Nicht nur scheinen die Jungs grossen Spass daran zu haben Musik zu machen, noch dazu verstehen sie es, Geschichten um ihre Lieder zu spannen und damit das Publikum in ihren Bann zu ziehen.

Neben Liedern aus dem neuesten Album spielten Pegasus auch ältere Lieder mit ihrem sogenannte «Bieler Altstadtgroove». So spielten sie zum Beispiel Who Cares For One aus ihrem ersten Album und hievten dafür sogar ein Kontrabass auf die Bühne.

Der Kontrabass war aber nicht die einzige Überraschung, welche die Jungs zu bieten hatten. Nur wenige Lieder später kamen plötzlich zwei Trommler mit stoischem Gesichtsausdruck auf die Bühne und begleiteten Pegasus bei dem Lied Something In The Air. Die Trommeln passten erstaunlich gut in das ansonsten eher ruhige Lied und gegen Schluss konnten auch die zwei Trommler sich dem Charme der begeisterten Menge nicht entziehen und brachten ihre Freude mit einem kleinen Schmunzeln zum Ausdruck, bevor sie sich wieder, so ruhig wie sie gekommen waren, nach hinten verzogen.

Pegasus spielten beinahe anderthalb Stunden und brachten in dieser Zeit jeden dazu, wenigstens zu wippen und teilweise sogar zu hüpfen. Niemand konnte mehr stillstehen, denn die Begeisterung, die die Band für ihre eigene Musik verspürt, war mitreissend und macht wohl einen grossen Teil des Erfolgs aus, den Pegasus zur Zeit hat. Abschliessend ist noch zu sagen, dass jeder, der die Möglichkeit dazu hat, an ein Konzert von Pegasus zu gehen, es unbedingt tun sollte. Es lohnt sich auf jeden Fall!

 

 

 

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