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Insgesamt 10‘200  Besucher genossen am Samstag die einzigartige Atmosphäre im Hallenstadion und liessen sich von der Show Believe der Formation Celtic Woman  in die magische Heimat Irland entführen. Ihr Auftritt spiegelte auf eine ganz eigene Art das irische Klischee wieder.

Mit doppeltem Standing Ovation durften sich die Künstler von Celtic Women vom letzten Konzert an diesem Tag verabschieden. Unglaublich, dass sie diese anspruchsvolle Show in einer solchen Perfektion zwei Mal hintereinander durchführen konnten. Da drin liegt wohl auch der Erfolg. Das Konzept von Celtic Women ist derart  ausgereift, dass jeder Beteiligte genau weiss, was er für die perfekte Umsetzung tun muss. Es darf nichts Unvorhergesehenes passieren, darum durften zum Beispiel verspätete Zuschauer nur während den Applauspausen zu Ihren Sitzplätzen geführt werden. Der Veranstalter Good News tat dazu sein Bestes. Eine Show zum zurücklehnen und geniessen. So wurde auch anstelle von irischem Whiskey anständig Prosecco getrunken.

Im Zentrum der Show stand klar die Musik rund um die vier irischen Schönheiten. Wenn man den Himmel durchfliegen könnte, würden bestimmt solch zarte Engelsstimmen erklingen. Die Stimmen der drei Sängerinnen waren so kraftvoll und doch so sanft, dass man spätestens nach dieser Show verstehen sollte, wieso man die Musik als die Sprache der Gefühle bezeichnet. Wer stets sehr energievoll über die Bühne wirbelte, war die Violistin Máiréad Nesbitt. Mit ihrer Geige schoss sie über die Bühne von links nach rechts, drehte sich im rasanten Tempo im Kreis, legte auch gekonnt Headbanging-Einlagen ein und entlockte ihrem Instrument die wildesten Töne. Ihre eindrückliche Performance und ihre neckisch sexy Art erinnerten an eine kleine freche Elfe, welche das harmonische Schauspiel aufpeppte.

Unterstützung erhielten die vier Frauen von einigen Background Sängerinnen und Sängern, Instrumenten und Tänzern, welche dem Programm zusätzliche Abwechslung boten. So durfte natürlich der traditionelle Dudelsackspieler wie auch ein Stepptänzer nicht fehlen. Wenn die Schweizer Fussballmannschaft nur einen Spieler aufbieten könnte, welcher seine Beine so im Griff hätte, wir wären an der EM bestimmt mit dabei. Dass das Schweizer Publikum durchaus mitmischen kann, zeigte es als Lisa Lambe zum Mitsingen eines schottischen Liedes aufrief. Es sei ganz ganz ganz einfach, meinte die Rothaarige. Natürlich war dies masslos untertrieben, aber: Anfangs zwar etwas zögerlich und leise, sangen dann die Besucher des Hallenstadions beim fünften Versuch wunderschön mit.

Celtic Woman bewies erneut, dass es keine grossartigen Effekte und Knaller für eine bombastische Show benötigt. Kleine, feine Sachen machen es aus. So wurde auch das Bühnenbild schlicht gehalten. Die weissen Vorhänge wurden je nach Bedarf in unterschiedliches Licht getaucht und zusammen mit den reizenden Sängerinnen fühlte sich das Auge wie im Himmel. Überraschenderweise stiegen die Künstler sogar zwischendurch von der Bühne runter und zeigten echte Publikumsnähe. So setzte sich Lisa auf den Schoss eines Zuschauers, als sie bei einem gespielten Zickenkrieg sich gesanglich mit den anderen beiden duellierte. Ein wenig neidisch auf die Zuschauer auf dem Parkett unten mussten die auf den oberen Rängen sowieso sein. Sie hätten die vier Irinnen sicher auch gerne mal von nächster Nähe bewundert. In ihren wallenden Kleidern sahen sie aus wie einem Märchenbuch entsprungen.

Hoffen wir, dass die Erfolgsgeschichte bald weitergeht. Celtic Woman ist die Show für alle, welche schöne Musik und eine zauberhafte Atmosphäre geniessen möchten.