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Heiss war es am zweiten Tag des Zürich Openairs, sogar heisser als am Eröffnungstag. Bei über 30°C lagen die Temperaturen – gerade warm genug für Al Pride um den Festivalbesuchern am Nachmittag so richtig einzuheizen. Wir haben die Band aus Baden begleitet.

Ob mit Hilfe des Ventilators im Backstage, dem eiskalten Dosenbier aus dem Kühlschrank oder mit einer erfrischenden Dusche kurz vor dem Konzert: Die Truppe der Indie-Rock-Band Al Pride nutzten jede Gelegenheit sich vor ihrem Gang auf die Bühne herunterzukühlen. Denn bei dem feurig heissen Wetter am zweiten Tag des Zürich Openair galt es nicht nur mental cool zu bleiben, sondern auch körperlich nicht zu überhitzen. Die Dame – Sängerin Astrid – und die Herren aus und um Baden waren jedoch locker drauf und freuten sich, als erster Act des Tages die Main Stage zu eröffnen.

Nur verregnete Festivals hätten sie bis anhin in diesem Jahr gespielt, gesteht Sänger Nico Schulthess und lacht dem Publikum sonnig entgegen. Umso schöner hat die Band bei ihrem ersten Auftritt am Zürich Openair das Wetter auf ihrer Seite und die Sonnenbrille auf der Nase. Das eine oder andere Bandmitglied versuchte zwar vor dem Konzert noch kläglich Sonnenschutz aufzutreiben, doch ab 16 Uhr gab es dann kein zurück mehr. So liessen die Freunde ihr buntes Set mit alten Songs und den neuen Stücken ihres im Frühling erschienen Albums Hallavara auf das tanzhungrige Publikum los.

Mit Stücken wie Gold oder der eingängigen Single Leaf, zu der sogar Olympia-Turnerin Giulia Steingruber ihre Kür absolviert, hatten Al Pride die Leute trotz der bratenden Sonne und strömenden Schweissflüssen auf ihrer Seite. Insgesamt acht Leute standen da auf der Bühne und entzückten nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit einem steten Lachen auf dem Gesicht – ein wahres Um-die-Wette-Strahlen mit der Sonne.

Die Frühaufsteher vom Festival-Camping und die Tagesbesucher dankten diesem nachmittäglichen Indie-Warmup mit erhobenen klatschenden Händen. Und was will man bei solcher einer Hitze mehr als ein Bad im Applaus von Musikliebhabern am Zürich Openair. Nach gut einer Stunde und weiteren neuen Songs wie dem mehrstimmigen People und dem brummenden Camarro gönnte sich die Band nach ihrem Auftritt nicht nur Schatten und frisches Wasser, sondern wohl auch das ein oder andere frische T-Shirt. Das war wahrlich Barbecue der musikalischen Art.