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Nach über einem halben Jahr Verspätung kommt am 6. November endlich die Debüt-Scheibe von Broken Fate in die Läden. Gitarristenwechsel und ein neues Label waren der Grund für die Verzögerung. Umso erleichterter ist die Truppe, den Silberling auf die Leute loslassen zu können.

Artikel 2015-12-24 Broken-Fate_The-Bridge-Between Artikelbild

Eines kann man Broken Fate ganz bestimmt nicht vorwerfen: Sie machen keine halben Sachen! Stolze fünfzehn Songs packen sie auf ihr Debütalbum, das damit eine Spielzeit von rund 75 Minuten erreicht. Das Quartett aus Muri wollte wohl offensichtlich keinen Platz auf der CD verschwenden.

Das Intro erinnert etwas an das Metallica Meisterstück Battery; zuerst sanfte Gitarrenklänge, die dann nach einer knappen Minute von schnellen Akkorden abgelöst werden und fliessend in Your Night übergehen. So darf man ein Album eröffnen, ja.

Der Einfluss von Metallica ist auf der ganzen Scheibe nicht zu überhören, was auch nicht falsch ist, da sich die Jungs am alten Sound der Thrashlegenden orientieren. Broken Fate lockert diesen allerdings mit neuen Elementen auf und versucht ihm dadurch ein modernes Gesicht zu verleihen, was ihnen auch meistens gelingt.

Insbesondere die Balladen Thorns Of A Rose und The Moment With You fallen positiv auf. Hier zeigt sich, dass Tobias Bänteli auch mit viel Gefühl in der Stimme singen kann. Dafür lassen die Lyrics bei The Moment With You etwas zu wünschen übrig. Man versteht zwar, was Tobias aussagen will, die Zeilen bedienen sich aber einer sehr grossen künstlerischen Freiheit. Trotzdem einer der schönsten Songs der Scheibe – für mich ruft er Erinnerungen ans diesjährige Greenfield Festival hervor. Somit, Ziel erreicht.

Ihr Roadie Martin Grob hat die Texte für die Songs Mind Control, Rising To The Dream und Freedom geliefert. Hiervon darf sich Tobias das eine oder andere Scheibchen abschneiden.

Mit den Instrumentalstücken Fall Of Serenity und Steel Groove sorgen Broken Fate zusätzlich für Abwechslung. Allerdings sind sie mit jeweils über viereinhalb Minuten doch ziemlich lange. Drei dreiminütige Stücke dieser Art wären wahrscheinlich passender gewesen. Doch das sehr Bass betonte Steel Groove vom inzwischen aus der Band ausgestiegenen Bassisten Dario Stutz vermag dennoch zu gefallen.

The Bridge Between ist ein solides Debütalbum, das sich jeder Metallica Fan bedenkenlos kaufen kann. Es gibt zwar noch Luft nach oben, alles in allem aber abwechslungsreicher und stärker als erwartet. Beim nächsten Album geht’s dann hoffentlich nicht mehr so lange.

Release:
6. November 2015

Label:
Massacre Records

Tracklist:
01 – The Beginning
02 – Your Night
03 – Mind Control
04 – The Bridge Between
05 – No Chance
06 – Thorns Of A Rose
07 – Rising To The Dream
08– Freedom
09 – Fall Of Serenity
10 – The Moment With You
11 – Take You Away
12 – Forever In Me
13 – Broken
14 – Steel Groove
15 – Layla (Bonus)