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Beyond the Black und die grosse Chance

Beyond the Black ist eine Female-fronted Metalband aus Deutschland. Die Band existiert zwar noch nicht lange, hatte jedoch schon ihren ersten Auftritt auf dem Wacken 2014. Vor Ort bekam ich die Gelegenheit, Beyond the Black für Negative White zu treffen und ihnen einige Fragen zu stellen.

Etwas nervös sammelte ich die spärlichen Informationen, die es zur Band gab, und bereitete mich so gut es ging auf das bevorstehende Gespräch vor. Ich hatte bis anhin nicht viele Gelegenheiten Interview-Erfahrungen zu sammeln und war noch etwas fertig von den bereits vergangenen Festivaltagen.

Der Fotograf von Negative White, der ebenfalls am Wacken vor Ort war, schmunzelte mir zu und gab mir noch ein paar letzte Infos zur Band. Dann wurden wir zusammen durch zwei Türen geleitet und standen vor lächelnden Gesichtern. Jenny und ihre Jungs begrüssten uns herzlich, scherzten, duzten uns und versicherten mir, dass ich nicht nervös zu sein bräuchte. Ich fühlte mich willkommen, setzte mich in die Mitte und fing an, meine Fragen zu stellen. Dabei erfuhr ich mehr über die junge Band, über die es im Netz noch nicht allzu viele Infos gibt. Denn Beyond the Black bestehen erst seit ein paar Monaten. Sie haben sich kennengelernt und die Chemie hat sofort gestimmt. Das Zwischenmenschliche ist der Band sehr wichtig. Neben der Musik, die natürlich verbindet und verbinden soll, müsse man sich aber auch sonst verstehen. Und das tun sie. Die Jungs und Jenny lächelten einander an und nickten zustimmend.

Durch einen glücklichen Zufall wurden sie von den Veranstaltern des Wacken entdeckt, welche die Band sofort für einen Auftritt am Wacken 2014 buchten.

Keine Berührungsängste (Foto: Sacha Saxer)

Keine Berührungsängste. Bild: Sacha Saxer

Eine riesige Chance, welche der Band sehr wohl bewusst ist. Freudig erzählten sie mir von ihrem Auftritt und wie es sich angefühlt hat, vor so vielen Menschen zu stehen:

«Wir waren alle ziemlich nervös und es war toll zu sehen, wie viele Leute noch während des Auftritts dazugekommen sind», erzählte mir die Band. Dabei hat Beyond the Black noch nicht einmal ihr erstes Album veröffentlicht. «Das kommt aber bald! Wir sind jetzt schon fleissig dabei, Songs aufzunehmen. Anfang 2015 soll das Album dann erscheinen.» Auf die Frage hin, wie das Album denn heissen wird, wurden verschwörerische Blicke ausgetauscht.

Fröhliche Runde (Foto: Sacha Saxer)

Fröhliche Runde. Bild: Sacha Saxer

Jenny antwortete schliesslich: «Es ist noch nicht offiziell. Wir diskutieren noch. Vermutlich wird es jedoch Songs of Love and Death heissen.» Ein vielversprechender Name, der auch zu den Texten von Beyond the Black passt, welche von Liebe, Tod und Sehnsucht handeln.

Dann wollte ich natürlich noch wissen, ob die Band, obwohl sie noch so jung ist, schon eine lustige Tourgeschichte erlebt hat oder was so das Eindrucksvollste war, das sie erleben durften.

Mir wurde dann erzählt wie Erwin, der Bassist der Band, während des ganzen Aufbaus auf dem Wacken, bei Jubel Trubel, Kindergartengeschrei und furchtbarer Musik erst mal friedlich in seinem Campingstuhl alles verschlafen hat und wie sie den Drummer von Motorhead backstage getroffen haben und kein Wort heraus brachten, da sie gar nicht mehr aus dem Staunen raus kamen.

«Letztes Jahr noch vor den Bühnen, jetzt hinter den Bühnen… Mega!», strahlte Nils mich an. Das führte zur nächsten Frage, ob sie sich davor fürchten, das hier nicht mehr toppen zu können.

Doch die Band bleibt optimistisch. Sie sehen diesen Auftritt am Wacken als riesige Chance an und ziehen Inspiration, Energie und gute Erinnerungen daraus. Die Energie wollen sie dann in das bevorstehende Album stecken. Dass sie hier spielen dürfen, sei eine riesige Ehre und somit gingen auch einige Jugendträume in Erfüllung. Zukunftsängste gäbe es nicht:

«Egal, ob grosse oder kleine Konzerte, egal wie die Verkaufszahlen oder wie gross die Tour sein wird, Hauptsache wir erleben das zusammen. Natürlich wäre es ein Traum, auch mal in den deutschen Grossstädten Hamburg oder Berlin zu spielen.»

Nach dem Interview spielten Beyond the Black noch ein kleines Showcase (Foto: Sacha Saxer)

Nach dem Interview spielten Beyond The Black noch ein kleines Showcase. Bild: Sacha Saxer

Neckisch fragte ich dazwischen, ob sie denn auch mal in die Schweiz kommen würden. Etwas verdutzt schaute mich die Band an und luchste mir das Versprechen ab, dass ich dann aber am Auftritt dabei sein müsse. Mit diesem Versprechen und guter Laune verliess ich den Interviewraum. Erleichtert darüber, so freundlich und herzlich aufgenommen worden zu sein, meine Fragen ohne grosses Gestammel gestellt zu haben und doch einiges Interessantes über die junge Band erfahren zu haben.