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Das sind die 20 besten «Songs der Woche» – ausgewählt aus neun Monaten.

Woodkid hat uns Mitte April mit Land of All in den Bann gezogen. Der Song ist Teil des Soundtracks für den Film Desierto, doch die Botschaft ist universell: Vor den Augen schwimmen seeuntaugliche Flüchtlingsboote.

Schamlos kombinieren Digitalism in Go Time poppigen Rock mit synthetischer Elektronik. Das Resultat ist ein atemloser Track, den man besser nicht auf der Autobahn hört. Die Busse könnte teuer werden.

Das Frauen-Quartett Hinds gehört zu den heissesten Acts aus Spanien. Mit ihrem Lo-Fi-Indie begeistern sie, und Easy ist ein Paradebeispiel für den von Coolness durchdrungenen Sound aus Madrid.

Deutsche auf den Spuren von Coldplay – nur irgendwie besser. Kytes scheuen in I Got Something die Massentauglichkeit nicht. Und dennoch hat der Groove etwas unbestechlich Treibendes.

Düster, traumtänzerisch und dicht dringt What Remains von Hundreds in die Gehörgänge. Ein grossartiges Stück elektronischer Musik, dass nicht ganz ohne mystisches Pathos auskommt.

«Uns egal, was der große Teich bringt, lieber in Pfützen baden» – Die Sprachgewalt in Blüte dieser Zeit beweist, wo die Stärke von Hip-Hop liegt. OK Kid vereinen Wortakrobatik mit hochtrabender Musik.

Schläfriger Rock aus Südafrika. Das klingt, als sei es ein Ding der Unmöglichkeit. Doch Medicine Boy zeigen mit E.V.I.L., dass es eben funktioniert – und zwar verdammt gut.

Gurr sind mehr als nur vielversprechend. Das Frauen-Duo vereint in Walnuts perfekt die Essenzen aus Indie und Post Punk. Rockmusik muss nicht immer laut sein, dafür aber cool.

Mit ihrem neusten Album haben One Sentence. Supervisor gar den «Album des Jahres»-Preis von IndieSuisse gewonnen. Die Single Algo Rhythm hat eine leicht düstere Note, vor allem aber Eigenständigkeit.

Die Stimme von Erik Jonasson ist unbestechlich schön. Dabei ist der Schwede gerade mal 23 Jahre alt. Autumn Falls lullt uns in kalten Wintertagen ein wie eine warme Decke.

2016 war ein spannendes Jahr für Musik aus reinen Frauenbands. Auch das isländisch-britische Trio Dream Wife mischte mit: FUU ist laut, wütend und mitreissend. Punk mit einer Prise Spice Girls.

Lyrics mit doppeltem Boden sind das Markenzeichen von Haubi Songs. Deswegen sind die Songs des Schweizers Loop-Künstlers immer auch eine Entdeckungsreise. Easyjet groovt auf minimalem Level.

Wenn die Singer-Songwriterin Roxanne de Bastion singt, bleibt die Zeit stehen. Traumhaft schön klingt RUN, doch die Botschaft der Flucht verleiht dem Song eine diffuse Schwermütigkeit.

Brachial zerschmettern Grossstadtgeflüster in Ich boykottiere dich die Realität. Das Arrangement ist übermächtig wie eine Oper, der Sprechgesang schmutzig wie ein Kellerclub.

Vorwärtstrabender als Sexy kann – sagen wir dem mal Alternative Electro – kaum sein. Fiji klingen erfrischend anders: vor allem erotischer. Dazu die französischen Lyrics: ein Cocktail, der deine Sinne benebeln wird.

Kaum zu glauben, dass so ein beschwingter Song wie Violence gegen die Gewalt anspielt. Andererseits haben Palko!Muski noch nie viel von Konventionen gehalten. Und das ist auch gut so.

Ebenso konventionslos sind Bonaparte. Mit White Noize haben sie ein hypnotisches Fanal gegen «white pride» aufgenommen. Da bekommt das Establishment in fast versöhnlichem Ton sein Fett weg.

Der Mailänder Adam Carpet hat mit Still Still ein abwechslungsreiches Stück präsentiert, das sowohl Freunde melancholischer Klänge als auch Fans elektronischer Musik anspricht. Ein Spagat, der gelingt.

Mit I’m Away On My Way haben sich a=f/m schlagartig in unser Bewusstsein katapultiert. Sphärischer Electro-Pop mit einem Hang zur Theatralik. Dieses Schweizer Duo weiss, was es tut.

Trentemøller hat bereits mit River In Me und Redefine bewiesen, dass das Album Fixion eines seines besten überhaupt ist. Doch Complicated hebt die Messlatte nochmals auf ein ganz neues Niveau. Grossartig.