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Das Zürcher Thrashmetal-Quartett Battalion meldet sich mit seinem dritten Album zurück.
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Gleich ab dem ersten Ton geben Battalion Vollgas. Bei Rapid Damage ist der Name Programm. Schnelle Riffs, energiegeladener Beat und aggressiver Gesang – einen besseren Eröffnungssong hätten die Jungs nicht wählen können und mit Exiled Man fahren sie auf dieser Schiene weiter.
Militia Callin‘ ist Batallion auf den Leib geschrieben und wird sicherlich einen fixen Platz in der Setliste kriegen. Leider hängt der Titeltrack Generation Movement etwas durch – er wirkt im Vergleich zu den drei Krachern vorher uninspiriert und belanglos. Schade. Dafür sorgt Revolution gleich wieder für gute Laune. Allerdings krieg ich aus irgendwelchen Gründen das Bild von Battalion in Baströckchen und Buschtrommeln nicht mehr aus dem Kopf. Ah-Uh!

Der Titel alleine lässt schon erahnen: An Unaltered Attitude besitzt die gewohnten Headbangerqualitäten von Battalionsongs. Am Songwriting hätte man allerdings noch etwas feilen können, die Lyrics sind teilweise etwas holprig. Aber das stört die meisten Metalheads sowieso nicht.
Beim ersten Hören wirkt Lowrider chaotisch und man muss den Impuls unterdrücken, den Song zu überspringen. Erst nach mehrmaligem Hören gelingt es Lowrider zu gefallen. Eine interessante Wendung, das ist man sich von Battalion bislang nicht gewohnt.

Noch spezieller kommt Wrong Side Of The Tracks daher. Thrash Metal mit einem Schuss Punk. Kennt man so nicht von den Jungs, funktioniert aber erstaunlich gut. Serpent Alive hingegen ist mir persönlich zu langweilig – irgendwie packt mich der Song nicht und auch nach einem dutzend Mal hören hat daran nichts geändert. Den Track hätte man meiner Meinung nach auch weglassen können.
So derbe wie das Album angefangen hat, hört es auch auf. Venom ist neben Rapid Damage der stärkste Song der Scheibe. Spannendes Wechselspiel zwischen ruhigen und schnellen Passagen lassen den Titel auch nach dem x-ten Mal hören interessant erscheinen.

Battalion liefern mit ihrem dritten Silberling erneut ein starkes Thrash Metalalbum ab, das die Nackenmuskulaturen der Metalheads mächtig beanspruchen wird. Die Experimente gegen Ende der Platte lassen die Erwartungen für die nächste Scheibe kräftig in die Höhe schnellen. Hoffentlich wird dann auch etwas mehr an den Lyrics gefeilt. Ein gelungener Nachfolger von Set The Phantom Afire.

Release:
3. April 2015
Label:
Eigenvertrieb
Tracklist:
01 – Rapid Damage
02 – Exiled Man
03 – Militia Callin‘
04 – Generation Movement
05 – Revolution
06 – An Unaltered Attitude
07 – Lowrider
08 – Wrong Side Of The Tracks
09 – Serpent Alive
10 – Venom