Um 19 Uhr öffneten sich die Türen zum Konzert von Satellite Stories. Der Saal füllte sich mit nur rund einem Dutzend Zuschauern, was sich bis zum Schluss auch nicht änderte, obwohl die vier sympathischen Finnen ihr Können unter Beweis stellten. Mit haufenweise Power und Elan meisterten sie eine solide Darbietung.

Den Einstieg inszenierten die Jungs mit ihrem Hitsong Anti-Lover. Danach bekam man eine kurze Begrüssung des Sängers Esa zu hören und schon spielten sie den zweiten Song Mexico ein. Dazu kamen weitere neue – ebenso auch ältere – Songs wie Blame the Fireworks, Family oder Sirene. Das Publikum wippte während des gesamten Auftrittes mit, jedoch kam die Stimmung nie richtig auf, trotz der sauberen Leistung der Band.

Die jungen Skandinavier gaben Vollgas im kleinen Podium. Die Leidenschaft zur Musik konnte bei jedem einzelnen das gesamte Konzert hindurch gespürt werden. Die Indie-Jungs lieferten eine mitreissende und lebendige Performance ab. Frontmann Esa kam bei Helsinki Art Scene sogar in die Zuschauer und spielte dabei gefühlvoll auf seiner Gitarre. Das Publikum wurde auch zum Mitsingen aufgefordert, was jedoch an der Stimmung nichts änderte. Jyri, der Bassist, meisterte gegen den Schluss ein flottes Solo ab, welches für Begeisterung sorgte. An diesem Abend feierte der Schlagzeuger Olli-Pekka seinen Geburtstag, was kurz erwähnt wurde.

Eine volle Stunde dauerte das gesamte Konzert, in dem die Jungs frische und abwechslungsreiche Musik spielten. Zum Schluss sangen sie Kids aren‘t safe in the metro und verdienten sich einen grossen Applaus. Der Abgang verlief genau so rasant wie der Auftakt – kurzes Dankeschön und eine Frage zum Wohlbefinden.
Insgesamt zeigte die Band eine grossartige Leistung, die ein Wiederholungspotenzial besitzt. Mehr tanzwillige Gäste hätten das Konzert reichlich aufgefrischt und somit für Stimmung gesorgt. Kurz gesagt, die Jungs sind auf dem richtigen Weg und ich denke, man wird noch viel von ihnen zu hören bekommen.