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Seine Haare sind sein Markenzeichen, mit strahlenden Augen linst er hinter seiner grossen Brille hervor, stets ein Lächeln auf dem Gesicht: Marc Sway. Ein Lebemensch. Einer mit Herz. Einer der verzaubert. Auch die Eintracht in Kirchberg SG.

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Marc Sway in seinem Element (Foto: Steffi Sonderegger)

ss. Winterliche Kälte legte sich an dem Samstagabend über die Gemeinde Kirchberg als sich vor der dem Restaurant Eintracht vermehrt Menschen sammelten. Kälte, die an diesem Abend schnell verflogen war, als der 34-jährige Künstler gegen kurz nach 21 Uhr mit seiner Band die Bühne in Beschlag nahm. Soul Circus – so der Name seines aktuellen Albums und der gleichnamigen Tour mit der der Halb-Brasilianer an diesem Abend seinen letzten Gig spielte. Kaum die Bühne betreten, herrschte in dem bis auf den letzten Platz ausgefüllten Laden eine Wahnsinnsstimmung. Strahlende Gesichter überall: auf der Bühne und im Publikum. Dieser Marc Sway, der nebenbei vor allem auch über sein Auftreten bei The Voice of Switzerland auf sich Aufmerksam macht, ist irgendwie anders, das wird schnell klar.

Ob seine brasilianischen Wurzeln den Unterschied zu anderen Schweizer Künstlern machen?  – Bestimmt. Die unermüdliche Energie, die der leidenschaftliche Musiker an diesem Abend an den Tag legte, aber auch die Mischung von englischen, schweizerdeutschen und portugiesischen Songs präsentierte einen  enorm vielfältigen Künstler. Seine Schwester – die Ähnlichkeit kaum zu übersehen – als Background-Sängerin im Gepäck, stets mit einem Lächeln auf den Lippen und dem Rhythmus im Blut, neben ihr einen Akkordeonspieler aus Argentinien, einen Gitarristen mit Vorliebe zur Rockmusik, ein sensationeller Keyboard-Spieler namens Manolo, ein Schlagzeuger mit viel  Witz und Charme, der Kontrabass spielende Bassist und ein Percussionist mit Reggae-Talent – Marc Sways Truppe konnte sich sehen lassen. Charmant auch die Art des Sängers, seine talentierten Musiker zum Zuge kommen zu lassen: so hatte jeder an diesem Abend die Chance, sich ganz alleine dem Publikum zu präsentieren, ganz im Element der Musik vertieft. Das Publikum dankte es jedem einzelnen.

So wurde an diesem Abend getanzt und gesungen, Bob Marley ebenso gewürdigt, wie den guten alten Blues. Marc Sways Palette schien unendlich. Sein Charme mindestens genauso gross. «Okay, in einer halben Stunde ist meine Stimme weg… Aber egal, ist ja Tourschluss!», grinste er beim Ansagen seiner bereits zweiten Zugabe. Das Publikum, es schien ihn nicht gehen lassen zu wollen. Setliste längst zu Ende gespielt – Marc Sway und Band immernoch auf der Bühn. Und da verblieben sie noch eine ganze Weile an diesem Abend in Kirchberg. Einer, der in Erinnerung bleiben wird. Dank einem ganz wundervollen Marc Sway!

Fotos: Steffi Sonderegger