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Hast du den Alien mit der Elvis-Tolle gesehen? Oder dieses Unding mit den grün glimmenden Ohren? – Herzlich willkommen im Raumschiff von The Asteroids Galaxy Tour. Eine Versammlung von Unmöglichkeiten und farbenfrohen Meteoriten.

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Seit 2007 schrauben und basteln Lars Iversen und seine bezaubernde Sängerin Mette Lindberg an ihrem Weltall-Kreuzer. Funkenflug. Und heuer veröffentlicht das dänische Duo ihr drittes Werk, Bring Us Together. So viel zur Geschichte.

Luftsprünge in Neon, dahinter schwarzes Nichts. The Asteroids Galaxy Tour nehmen uns mit in die Unendlichkeit des Alls. Doch wie finden wir uns bloss zurecht? Welch‘ ein Glück, wir haben einen Navigator dabei. Der Song könnte auch von Daft Punk sein, funkig wie Get Lucky. Nur der Text ist zu gut, als dass er von den Franzosen stammen könnte: «I want to navigate through your soul». Die Seele als unentdeckter Kosmos.

Stopp! Bring Us Together ist kein verkapptes Seele-Ausschütten. Fette Bässe wummern durch My Club. Synthies fräsen durch explodierende Sterne. Das ist Star Wars! Gute-Laune-Musik wird einem hier über zehn Songs hinweg geboten. Die Handschrift der Band ist unverkennbar. Entweder hasst man Mette Lindbergs näselnde, rotzfreche Stimme oder man lobt sie in den Sternenhimmel. Rock The Ride nimmt es mit Major vom Album Out of Frequency locker auf. Mit seinem funkigen, an die Dandy Warhols erinnernden Gitarrenhook und den pompösen Brass-Einsätzen spielt sich Rock The Ride an die Spitze der Scheibe.

I Am The Mountain sperrt sich gegen eine gerade Linie. Ausufernde Synthesizer-Flächen lassen dieses Stück trudeln als sei das Triebwerk ausgefallen. Doch das Leben ist zu kurz für Reue: «Yeah I been chasin‘ unicorns / since the day that I was born».

Bring Us Together ist das Resulat einer ganzen Reihe von Turbulenzen. 150 Shows spielten die Dänen in den USA, Europa, Südamerika und Asien – innerhalb eines Jahres. Lindberg erinnert sich:

You fall asleep in one country and wake up in another. You spend the majority of your life with the same people around you in close proximity, there is bound to be tension at times. I had a super busy PR schedule too, sometimes eight hours a day. Combine this with playing sold out shows at night, endless after parties, and travelling in and out of different time zones all the time, and you get this absurd state of constant ecstasy. Mixed with all the fun and excitement a weird sense of isolation sets in.Mette Lindberg
Mette Lindberg - The Asteroids Galaxy Tour

Eine Frau mit unverkennbarer Stimme – Mette Lindberg (Foto: zvg)

Die beiden Musiker haben sich auf der Strasse verloren. Mit der flirrenden Klangcollage in Bring Us Together haben Lindberg und Iversen wieder zu sich und zueinander gefunden. Sie steuern voller Tatendrang ins Ungewisse, begleitet von euphorischem Pop und Glitzer. Da sollte man aufspringen, bevor die Tour komplett abhebt.

«Bring Us Together» is the sound of reunification, of becoming a whole person once again, after having been blasted into atoms. It’s the album we wanted to make. This is us, a bit wiser and full of dreams.Mette Lindberg

 

Release
15. September 2014

Label
Hot Bus Rec. / Rough Trade

Tracklist
01. Bring Us Together
02. Navigator
03. My Club
04. Get Connected
05. Choke It
06. Hurricane
07. Rock The Ride
08. I Am The Mountain
09. Zombies
10. X

The Asteroids Galaxy Tour

Lars Iversen und Mette Lindberg (Foto: zvg)