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Am 13. Februar stellen ARKA DIV ihr selbstbetiteltes Debütalbum vor. Wir haben uns die Post Punk-Scheibe schon mal angehört und verraten euch, ob sich das Warten gelohnt hat.

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Das Quartett um Basil Ermatinger ist keineswegs eine neue Formation. Unter dem Namen Twilight Empire standen sie für Bands wie Joy Disaster, She Past Away oder Bloc Party als Supportact auf der Bühne. Mittlerweile haben sie aber ihren eigenen Sound gefunden und beschlossen, dass es Zeit für einen Neuanfang ist.

ARKA DIV umfasst zehn atmosphärisch dichte Post Punk Songs. Gleich zu Beginn geben die Jungs mit 24 Hours den Ton für das restliche Album an. Treibende Gitarren heben die Vocals über Bass und Schlagzeug, bevor sie von einem wehklagenden Schrei von Basil weggefegt werden. Und das ist gerade mal die erste Minute… Die Gitarren unterstützen während 24 Hours den Bass und nicht umgekehrt – eine willkommene Abwechslung.

Bei If only you can survive harmoniert das Songwriting wunderbar mit der Musik. Der Refrain fordert zum Mitsingen auf und der Groove des Songs zerrt einen auf die Tanzfläche. Ein Hitfavorit für die nächsten Gothic-Parties. Nach dem eher klanglich heiteren Song wechselt She can talk ins melancholische. Weinende Gitarren, hallendes Schlagzeug, schleppender Bass und eine traurig verzweifelte Stimme auf eine schwarz romantische Weise kombiniert – grossartig.

Offener kommen Spider und Golden daher, die Gitarren peitschen den Hörer durch die Songs und liefern eine gute Vorlage für meinen absoluten Lieblingstrack des Albums: Pilgrim. Schon fast Paradise Lost-mässig mutet das Intro an, bis dann Basils Duettpartnerin Joileah Conception (Sleeping People) in den Song einsteigt und das Stück auf eine ganze andere Ebene hebt. Die Instrumente halten sich während ihrem Gesang Mehrheitlich dezent zurück, während sie Basils Stimme Druck geben, woraus eine spannende Dynamik nicht nur in den Lyrics, sondern auch in der Musik entsteht.

Silent Cage bietet wieder tanzbare Melancholie, während Orphan Drug eher zum stillen Geniessen einlädt und Muted Elegy ein weiteres Mal zeigt, welche Songwriting-Qualitäten in der Band stecken. Den Abschluss der Scheibe macht Escape, das atmosphärischste Lied von ARKA DIV. Es fasst sämtliche Elemente der anderen Songs zusammen und erschafft daraus eine herrlich abwechslungsreiche Mischung aus sphärisch leichten Sounds, treibenden Beats und wehklagenden Klängen.

Genau diese Abwechslung von leichteren und düsteren Songs zeichnet ARKA DIV aus. Das Album weckt Erinnerungen an The Exploding Boy und Joy Disaster aus, ohne sich darin zu verlieren. Die Jungs haben sich und ihren Stil gefunden und ein Album geschrieben, dass sich noch länger in den Playlisten diverser Grufti-Parties wiederfinden wird.

Meine Anspieltipps: If only you can survive, Pilgrim, Escape. Man darf zurecht gespannt sein, was ARKA DIV in Zukunft liefern wird.

Release
13. Februar 2015

Label
self published

Tracklist
01 – 24 Hours
02 – If only you can survive
03 – She can talk
04 – Spider
05 – Golden
06 – Pilgrim
07 – Silent Cage
08 – Orphan Drug
09 – Muted Elegy
10 – Escape