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Septicflesh, As I Lay Dying und Amon Amarth sorgten für einen sehr abwechslungsreichen Abend, so dass jeder Metalfan auf seine Kosten kam. Das Komplex 457 war voll, die Stimmung gigantisch und die Menge aufgewühlt.

Punkt acht Uhr und Septicflesh beginnt. Melodische Seemannsklänge gepaart mit subtilem Metal schufen eine sehr gemütliche Atmosphäre. Das sahen auch die meisten Anwesenden so und genehmigten sich bei der Vorband ein Bier oder lehnten sich an die Säulen und Wände. Schade, dass der Sänger von Septicflesh nicht verstehen wollte, welche Wirkung der entspannende Metal auf das Publikum hatte und deshalb immer wieder unglückliche Versuche startete das Publikum zum Mitmachen zu bewegen. Ein paar Mal gelang das zumindest mit zurufen, jedoch entstand weder der gewünschte Circle Pit, noch sangen die Leute mit. Trotzdem bleibt die Band in guter Erinnerung, denn der Abgang war fantastisch geplant. Drummer Fotis Benardo spielte ein Schlagzeugsolo am Ende, während der Rest der Band sich vom Publikum verabschiedete und nach hinten verschwand. Dann wurde es dunkel und eine kurze Pause wurde den Metalfans zu Teil.

Um viertel vor neun richtete sich As I Lay Dying auf der Bühne ein und legte mit heftigen Gitarrenriffs und extrem schnellen Beats los. Ein regelrechter Stilbruch zu der vorher eher chilligen Metalmusik. Die amerikanische Metalcore-Band machte ihren Namen alle Ehre und spielten fantastische 45 Minuten mit voller Power. Leider waren die Gitarrensounds etwas zu leise eingestellt, so dass diese durch den Gesang und die Drums etwas untergingen. Faszinierend war, dass die ganze Band versuchte Stimmung zu machen. Nicht nur der Sänger, sondern auch die anderen Bandmitglieder animierten das Publikum, ohne sich gegenseitig die Show stehlen zu wollen. Das zeugte von einer extrem guten Zusammenarbeit. Etwas seltsam war der persönliche Handtuchhalter der Band, der die ganze Zeit voll beleuchtet neben dem Drummer sass und die Band mit Wasser und frischen Handtüchern versorgte. Mit dem Lied 24 Hours trat die Band dann um halb zehn von der Bühne.

Um zehn Uhr traten dann endlich die heiss ersehnten Bandmitglieder von Amon Amarth auf die Bühne. Richtige Wikinger, mit Bärten, Tätowierungen, Muskeln, Bierbäuchen, Trinkhörnern und herrlichem nordischen Metal im Gepäck. Die Menge tobte und brüllte mit voller Lautstärke, als die ersten Klänge aus dem Lautsprecher kamen. Das Bühnenbild war fantastisch gestaltet und bot viele Möglichkeiten umherzulaufen und eine gute Show abzuliefern. Eines der Höhepunkte des Abends war sicherlich als der Sänger Johann Hegg nach dem Lied Destroyer of the Universe auf Verlangen des Publikums sein Trinkhorn «exen» musste.

Weitere Sympathiepunkte erreichte er mit der deutschen Begrüssung und die Entschuldigung, dass er leider nur ein bisschen Hochdeutsch sprechen könnte. Die einzigartig tiefe Stimme jagte einem angenehme Schauer über den Rücken und die dröhnenden Metalklänge führten zu einer einzigartigen Stimmung.