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Am Freitagabend waren Movits! zu Besuch im Dynamo und der Stimmungsbarometer zeigte, bevor man skål sagen kann, wie immer bei diesen Schweden absolut gute Laune.

Wer sich nicht über den effektiven Konzertbeginn informierte und frischfröhlich eine Stunde nach der Türöffnung im Dynamo parat stand, musste ziemlich lange ausharren. Eine Vorband gab es keine, nur einen DJ, der nichts zum Warm-up beisteuerte. Die Leute – auffällig viele Frauen – standen rum, unterhielten sich und sorgten dafür, dass die Bar viel zu tun hatte. Um 21:45 Uhr ging es dann mit dem Intro los; dann aber richtig.

Kaum war das Intro vorbei stürmten Movits! auf die Bühne. Die Fangemeinschaft, welche sich jedes Jahr etwas vergrössert, bot den Schweden einen herzlichen Empfang. Es wurde gejubelt und sofort getanzt. Obwohl wahrscheinlich die meisten Zuschauer kein Schwedisch ausser «skål» können, war die Stimmung im Nu einfach perfekt. Es ist immer wieder eindrucksvoll, wie die Schweden das Publikum innert Kürze zum ausflippen bringen. Die Mucke von Movits! ist einfach unglaublich packend und reist einen sofort mit.

Wer auf Saxophon und Trompete steht, der ist bei Movits! definitiv an der richtigen Adresse. Die Bläser spielten auch an diesem Freitagabend ihre Instrumente einfach A-Klasse-mässig und boten auch bewegungstechnisch eine eindrucksvolle Choreografie. Das Gekreische der Mädels beim Sax-Solo bezeugte dies und hatte schon fast einen Groupie-Touch. Natürlich waren auch MC und Gitarrist Anders Rensfeld und sein grosser Bruder, Frontmann Johan Jivin‘ Rensfeld mit seinem obligaten Hut voll am mitmischen. Sie hüpften mit dem Publikum um die Wette und staden keine Sekunde still. Wann immer man mitsingen konnte, wie zum Beispiel bei Refrains wie Nanananana oder Spring, motivierten sie das Publikum zum mitmachen – dies tat es aber sowieso schon von alleine.

Obwohl es an der Show und an der Soundqualität rein gar nichts zu meckern gab, fände ich es aber mal an der Zeit für etwas Neues. Jedes Mal die gleiche Ansage zu hören à la «Hey, wir Schweden und Schweizer werden doch immer im Ausland verwechselt», gefolgt von «Wir verstehen uns ja zum Glück super», löst dann bald mal ein grosses Gähnen aus. Auch die Setlist hat sich gegenüber den letzten Auftritten in Chur und in Zürich nicht grossartig verändert.

In diesem Sinne: Alter Schwede, bring‘ das nächste Mal wieder was Neues!