The Killers, The Prodigy, Kraftwerk – diese 3 namenhafte Acts sind Headliner des Zürich Openairs, das am 23. – 26. zum zweiten Mal auf dem Festivalgelände in Rümlang stattfindet. Mit zahlreichen Indie-, Alternative- oder Electro-Bands treffen die Veranstalter den Nerv der Zeit und locken so die neue Generation der Festivalgänger zu sich.

Zürich Openair 23. – 26. 8. 2012 (zVg)

Zürich Openair 23. – 26. 8. 2012 (zVg)

«Auf dem Gelände findet ihr alles, was euer Festivalherz für vier Tage höher schlagen lässt: grossartige Bands, leckeres Essen und internationale DJs, die das ZÜRICH OPENAIR zu einer einzigartigen Party machen.»

Mit dieser forschen Ankündigung lädt das Zürich Openair, kurz ZOA, dazu ein, die Festivalsaison und somit auch das Ende der Sommerferien bei ihnen ausklingen zu lassen. Es ist ein grosses Versprechen, welches die Veranstalter da machen – allerdings verspricht es, zumindest was die Musik angeht, gehalten zu werden. Auf zwei Bühnen treten neben den oben genannten Headlinern weitere bekanntere und auch weniger bekannte Bands auf, hauptsächlich aus England, Deutschland und der Schweiz.

Live Acts
The Vaccines, The Shins, The Killers, The Wombats – und Lykke Li, die mit ihrem Namen aus der Reihe fällt. Mit diesen Acts startet das ZOA am Donnerstag Nachmittag ins verlängerte Wochenende. Somit tritt bereits am ersten Abend ein Headliner auf: The Killers sind eine US-Amerikanische Rockband, die erst vor kurzem ein neues Album herausgebracht haben und dank ihrer Singles Human, Somebody Told Me und All These Things I’ve Done grosse Erfolge feierten.

Spät Abend geht es dann am Freitag anschliessend an das Konzert von White Lies langsam in die elektronische Music über. The Prodigy treten dieses Jahr exklusiv am ZOA auf! Seit 1995 gelten die Engländer als heisser Live-Act mit viel Beat. Soulwax und ihr Nebenprojekt 2 Many DJs komplettieren den elektronischen Abschluss des Abends.

Die Organisatoren hatten ein gutes Auge dafür, die Hauptacts schön zu verteilen, sodass mit Kraftwerk am Samstag der nächste Headliner am Start ist. Wie an den Tagen zuvor wird bis zum Abend jedoch hauptsächlich Indie, Rock und sogar ein bisschen Pop gespielt, wie zum Beispiel mit dem inzwischen bekannt gewordenem Duo Boy, bestehend aus der Zürcherin Valeska Steiner und der Hamburgerin Sonja Glass. Für ihr Album Mutual Friends haben die zwei Frauen bereits viel Lob erhalten.
Im Übrigen geben auch Bloc Party am Abend ein exklusives Konzert.

Die Konzerte am Sonntag starten bereits um 11 Uhr mit der deutschen Band Baum, allerdings wird er auch früher beendet – und zwar mit einem der Acts, der meiner Meinung nach etwas aus der Reihe tanzt und nicht ganz das “Indie vs. Electro” Thema aufgreift. Die Fantastischen Vier schliessen das Festival mit einem exklusiven Unplugged Konzert ab. Ökologisch wie sie sind, verzichten die Stuttgarter Rap-Pioniere auf jegliche Technik und treten in Begleitung eines Orchesters auf.
Für das ZOA ist dies wohl ein dankbarer Abschluss – denn egal, was passiert und was alles schiefgeht, solange Fanta 4 auftritt, können sie immer behaupten, einen fantastischen Abschluss gehabt zu haben!

Party Hard!
Tatsächlich scheint es so, als treten während dem Tag hauptsächlich Indie-Bands auf. Spät Abends jedoch wird auf Electro oder Techno gewechselt, wohl auch um die Festivalbesucher auf die Nächte im Partyzelt – oder in den Partyzelten – einzustimmen. Im sogenannten Dance Circus treten international bekannte DJs auf, um das Festivalvolk mit heissen Beats in Stimmung zu bringen. Als Beispiele seien Skrillex genannt, bekannt für Dubstep, oder Die Chemical Brothers, die auch ein DJ-Set zu bieten haben. Gefeiert werden kann jedoch auch in den drei Partyzelten, in welchen die ganze Nacht lang aufgelegt wird. Für die Alternativ-Begeisterten wird vor allem das “Rock Circus by Abart”-Zelt interessant sein.

Das Festivalgelände
Bei einem Festival muss natürlich nicht nur für coole Acts gesorgt werden, auch das drumherum muss stimmen. So bieten die Veranstalter zahlreiche Verpflegungsmöglichkeiten, einen Marktplatz für die Fans, die noch ein T-Shirt mit nach Hause nehmen wollen, und sogar einen Trinkplatz mit gratis Züri-Wasser.
Auch für die Hin- und Rückreise ist jeweils gesorgt: Am Wochenende fahren Nachtzüge und Nachtbüsse, und ein Shuttlebus transportiert die Besucher zum Flughafen Zürich, von dem aus es mit dem Zug nur einen Katzensprung bis zum Hauptbahnhof ist. Nur für den Donnerstag sieht es in dieser Hinsicht schlecht aus: da bleibt nur die Möglichkeit, mit dem letzten Zug oder Bus nach Hause zu gehen – oder Party zu machen. Natürlich hat es auch einen Campingplatz, zu dem man mit entsprechendem Ticket Zutritt hat.

Mein Geheimtipp
Ganz klar habe ich persönlich meine Favoriten beim Zürich Openair. Abgesehen von bereits genannten Bands habe ich folgende Geheimtipps für euch: The Whitest Boy Alive und Beth Jeans Houghton & The Hooves of Destiny.

Geniesst das Festival und drückt die Daumen für weniger Regen als im Vorjahr – mehr kann es schliesslich kaum geben.

Mehr Infos zur Veranstaltung:

zurichopenair.ch