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Mit einem lauten Knall, glitzerndem Konfetti, bunten Luftschlangen und einer Geburtstagstorte wurde die Jubiläumsausgabe der 40. Winterthurer Musikfestwochen am Mittwochabend, 12. August eröffnet. Der Startschuss für die schönsten zwölf Tage in der Eulachstadt.

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Dichtes Gedränge vor und in der Steinberggasse, der Duft von allerhand Gegrilltem, knisternder Erwartung und ein Hauch von Schweiss der schwitzenden Menschenmenge schwappte einem am heissen Mittwochabend, kurz nach 20 Uhr, entgegen. Die Winterthurer Musikfestwochen haben sich längst zum Kultevent des Jahres für Einheimische und Auswärtige gemausert. «Endlich läuft mal was in Winti», hörte man oft – der Stadt, die (zu Unrecht) oft im Schatten des grossen Zürichs steht. Allerspätestens also an diesem überdimensionalen Kultur- und Musikfestival stellte man fest, dass sämtliche kulturelle Institutionen und Vereinigungen an einem Strang zogen und sich in der Altstadt präsentierten.

Das Herz der Musikfestwochen ist jedes Jahr die Steinberggasse in der malerischen Altstadt. Die grosse Bühne aufgebaut, von Menschenmengen flankiert, rollte um 20.20 Uhr eine gigantische Geburtstagstorte durch die Menge und zum mittleren Brunnen. Happy Birthday, liebe Winterthurer Musikfestwochen – alles Gute zum stolzen 40. Geburtstag! Das wünschte auch Sebastian Herzog, Betriebsleiter des Kulturzentrums Kraftfeld, der plötzlich aus der Torte stieg und eine kurze lyrische Ansprache hielt. Dazu: Verkleidete Kletterer auf dem Bühnengerüst – dann ein Knall, ein Schwall Konfetti, Luftschlangen, Licht, Applaus und Gelächter – die Musikfestwochen waren eröffnet.

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Musikalisch gebührte diese Ehre den Augustines. Die sympathischen Indierocker schwitzten genauso wie das Publikum, führten durch ein abwechslungsreiches Set, das teilweise mit Stadionrock-Anleihen daher kam, mal zum Tanzen und mal zum Feuerzeug-Mitschwenken einlud. Der Funke sprang sofort über, ob man die Band kannte oder nicht. Musikalisch und soundtechnisch war es ein überzeugendes und schönes erstes Konzert an diesem Abend.

Auf dem Kirchplatz eröffnete das französisch-kubanische Frauenduo Ibeyi mit experimentell-elektronischem und eher ruhigem Sound. Zu diesem verpflegte man sich am Besten an der Bar des Vereins Onthur mit Getränken oder am nebenan gelegenen Essenszelt von El Tipico mit leckerem Essen. Jeden Tag gibt es dort eine feine Auswahl aus einer Weltregion – heute stand der Orient auf dem Speiseplan.

Noch elf weitere solche Abenden stehen auf dem Programm, das nebst Musik und Essen auch noch mehr zu bieten hat wie Kleinkunst, Filme und allerhand Spontanes. Negative White ist am Start – du auch?