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Am letzten Tag des Blue Balls Festivals haben wir Schwedisch gelernt und es wurde fast ein Drummer verloren.

Der letzte Tag des Festivals hat begonnen. Im Pavillon gab es neue Songs von Mama Jefferson zu hören. Die Sängerin sagt durchs Mikrofon «Die nächsten zwei Songs könnt ihr erst wieder in einem Jahr hören» und greift in die Saiten ihres Instruments. Wir bekommen einen Vorgeschmack auf das Album, das 2018 erscheinen wird. Die braun-blonden Haare wirbeln durch die Luft. Silvan gibt ein spannendes Gitarrensolo, am Ende sogar noch hinter dem Kopf. Das sind echte Künstler. Der Drummer Mattia macht noch einen Teil des Schlagzeugs kaputt Vanja sagt: «Jedes mal geht was kaputt, hat jemand einen neuen Schlagzeuger?» Sie lacht: «Wir kommen schon zum letzten Song!» Ein Raunen geht durch die Menge. Kurze Zeit später gibt es aber noch zwei letzte Zugaben bevor die Bühne für ABAY freigegeben wird.

Wir haben Mama Jefferson auch zum Interview getroffen:

Spielt ihr das erste Mal am Blue Balls?

Ja, es war Premiere für uns. Das Wetter passte, es war meeega cool. Am Schluss hat es sich richtig gefüllt und es kamen immer mehr Leute. Wir kannten auch sehr viele Leute im Publikum, das hat uns noch mehr gefreut.

Was habt ihr diesen Sommer noch vor?

Wir spielen noch auf verschieden Anlässen an den Winterthurer Musikfestwochen, Badenfahrt und es gibt News zu unserer Tour. Nur so viel: Es gibt neun neue Konzerte.

Wart ihr am Festival selber die Tage davor auch anwesend gewesen? Oder möchtet ihr noch bestimmte Künstler sehen?

Wir kamen noch nicht dazu. ABAY wäre auch toll sie haben einen ähnlichen Stil wie wir. BOY im KKL tönt interessant und natürlich Jetbone, die möchten wir gerne sehen.

Gibt es da manchmal gleich neue Inspirationen?

Vanja: Die Songs schreibe ich Alles was ich gehört hab hat einen Einfluss. In der Band entsteht aber alles zusammen. Das macht es schlussendlich auch aus. Die vielen Ideen und Inspirationen zusammen zustellen und etwas zu erschaffen.

Die Frage bezieht sich dann gleich darauf: Dann bist du sozusagen die Mama?

Ja, kann man so sagen. 

Das ist doch ein passendes Schlusswort.

Um 23 Uhr geht es weiter im Schweizerhofclub. Dort besuchen wir die schwedische Funk-Rock’n’Roll-Band Jetbone. Nach dem ersten Set es gibt eine 30-minütige Verschnaufpause. Vorne warten die Leute schon auf die Fortsetzung des Gigs. Gurten Sjödin sitzt mir mit einem braunen Hut und langen, geraden Haaren gegenüber. Aber was noch spannend zu hören wäre, wie sie zu einem Ersatz Drummer aus der Schweiz gekommen sind? Gurten erklärt:

Unser Schlagzeuger Albin musste leider nach Hause, er fühlt sich nicht gut. Wir mussten auf die Suche nach einem geeigneten Ersatz. Zum Glück halfen uns junge Schweizer Musiker und schlugen uns einen Herrn vor. Er hatte aber nur einen Tag Zeit, die Songs einzustudieren. Aber es passt super und wir sind froh, dass es geklappt hat und nicht auf das Schlagzeug verzichten müssen.

Wann seid ihr in Luzern angekommen?

Vor ein paar Tagen. Wir konnten sogar eine Stadtführung geniessen. Und jetzt sind wir schon hier in diesem tollen Gebäude.

Habt ihr noch mehr Festivals in Europa?

Ja wir begannen unsere Tour in Schweden (Lasse I parken in Stockholm). Es folgt noch Slowenien, Tschechien , Österreich….

Was ist dein Wunsch: Wo möchtest du mit der Band noch spielen?

Mein Traumplatz wäre in Paris. Dort hat es einen interessanten Club, der mir gefallen würde. Aber auch die  Schweiz hat sehr schöne Orte. Ich hoffe, wir kommen bald wieder hier her.

Was heisst eigentlich «Wir wünschen euch ein gutes Konzert» auf Schwedisch?

Vi önskar er en trevlig konsert.